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BeyArs Kunstlexikon

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Fraise

1) französische Bezeichnung für die * Kröse, einen im 16./17. Jh. verwendeten modischen Kragen in Form einer steif * gestärkten, wegstehenden Halskrause. Die Fraise entwickelte sich aus dem als Rüsche gezogenen Kragenabschluss und nahm in der 2. Hälfte 16. Jh. immer größere Ausmaße an. En vogue gemacht haben soll die Fraise der französische König Heinrich II. (1519-1559; König seit 1547). Man erzählt, der Monarch habe mit der breiten Krause eine an seinem Hals befindliche entstellende Narbe verdecken wollen. Die Fraise wurde zunächst vom spanischen Hof übernommen und breitete sich von dort, als ein für "Herrschaften von Stand" beiderlei Geschlechts unabdingbares Modeaccessoir, über ganz Europa aus. 1579 spotteten die Studenden in Paris bei einem Umzug über das Tragen der Fraise, und König Heinrich III. (1551-1589; König seit 1574) ließ die unbequeme und vom Volk lächerlich gemachte Fraise durch einen breiten, aber flachen Kragen aus * Spitze ersetzen.

2) Barttracht, auch "Fräse" genannt (* Seemannsbart).


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Fraisenkette »


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