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BeyArs Kunstlexikon

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Franz von Assisi, hl. Franziskus (1181/82-1226). Der * Heilige kam als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers in der umbrischen Stadt Assisi zur Welt.

Sein Name war eigentlich Giovanni Bernardone. Wegen seiner Vorliebe für die französische Sprache und die besonders in Frankreich kultivierte höfisch-ritterliche Lebensart nannte man ihn "Francesco". Seine Gefangenschaft im Krieg mit der Stadt Perugia, während der er schwer erkrankte, veränderte die Lebenseinstellung des jungen Kavaliers. Nach seiner Freilassung (1203) beschloss er, in Armut zu leben und das * Evangelium Jesu Christi zu verkünden. Der von ihm 1209/10 gegründete und von Papst Innozenz III. gebilligte Orden hatte Armut, Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft zum Inhalt. 1212 folgte durch die Bekehrung der adeligen Klara von Assisi die Gründung der Schwesterngemeinschaft der Klarissen. Franz von Assisi, der die Tiere seine Brüder nannte, zog weiter predigend durch die Lande. In Südfrankreich wurde er seiner Redegewandtheit wegen auch "Minnesänger Gottes" genannt. Bald entstanden überall in Europa Franziskaner-Brüderschaften. Die von Franz von Assisi vorgenommene Neufassung der Ordensregeln wurde 1223 durch Papst Honorius gutgeheißen und bestätigt. Seit dem Michaelstag 1224 wies Franz von Assisi die Wundmale Christi auf (* Stigmatisierung). Nur zwei Jahre nach seinem Tod wurde Franz von Assisi von Papst Gregor IX. heiliggesprochen. In der Bildenden Kunst wird der Heilige meist dargestellt, wie er in Mönchskutte den Vögeln predigt (Vogelpredigt).


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