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BeyArs Kunstlexikon

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Imprimitur, von italienisch imprimatura, "Grund",

Von der italienischen Kunstliteratur im * Cinquecento geprägter Ausdruck für die gleichmäßig aufgetragene einfarbige Grundierung bei Gemälden. Für die Imprimitur waren die verschiedensten Materialien und Farbtönungen gebräuchlich. Um z. B. bei * Tafelbildern die Saugfähigkeit des Malgrundes zu hemmen, waren bei alten Imprimitur häufig Kaseinleim oder Harzölfarben gebräuchlich. Verwendung fand für die Imprimitur auch eine Mischung aus trockenen Farben, etwa Bleiweiß und Blei-Zinngelb, die mit dem Handballen auf die Leimlösche der Grundierung aufgebracht wurde. Ausführliche Beschreibungen von Imprimituren finden sich u. a. bei * Vasari (Kap. 21-71, S. 26 f.) und im * Malerbuch vom Berge Athos, wo z. B. eine dunkelgrüne, als Isolierschicht wirkende Imprimitur hervorgehoben wird. Von El Greco ist bekannt, dass er braune Imprimitur verwendete, Botticelli dagegen begann bei seinem Bildaufbau mit einer schwarzen Schicht.


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