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BeyArs Kunstlexikon

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Abraham opfert Isaak, vor allem im Barock beliebtes Sujet in der Bildenden Kunst.

Obwohl * Abraham und * Sara von drei Engeln die Geburt eines Sohnes prophezeit worden war, wagten sie ihres Alters wegen nicht mehr, auf Nachwuchs zu hoffen. Nach der Geburt war der kleine * Isaak das ein und alles seiner Eltern. Nachdem * Jahwe von dem Fürsten Mastema veranlasst worden war, die Gottesfürchtigkeit Abrahams auf die Probe zu stellen, befahl er Abraham, seinen herangewachsenen Sohn auf einem Berg im Lande Moria als Brandopfer darzubringen (* Genesis 22, 1-19 und * apokryphe Schriften).

Nachdem Abraham den Esel, der das Feuerholz getragen, und die Diener zurückgelassen hatte, ging er mit Isaak allein weiter. Sie bauten einen Altar aus Steinen und schlichteten Holz darauf. Als der Jüngling sich auf dem Scheiterhaufen befand und Abraham mit dem Opfermesser zum Stoß ausholte, vernahm er die Stimme Gottes, die ihm auftrug, dem Knaben nichts zuleide zu tun. Der Beweis war erbracht, dass Abraham dem Allmächtigen alles geben würde, selbst das Leben seines Sohnes. In der Bildenden Kunst wird meist dargestellt, wie ein Engel Abraham in den Arm fällt und auf einen als Opfer willkommenen Widder weist, der sich mit seinem Gehörn in einem Dornengestrüpp verfangen hat. In der * Typologie der  frühMA Buchmalerei galt das Motiv Abrahams als Symbol für den Opfertod Christi. Die dramatische Szene zählte zu den bevorzugten Sujets der Bildschnitzer im Barock. Bekannte Elfenbeingruppen dieses Themas stammen von Simon Troger und Leonhard Kern.


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