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BeyArs Kunstlexikon

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Josef von Ägypten,"ägyptischer Josef", Sohn des * Patriarchen * Jakob und * Rahels.

Bei Darstellungen des alttestamentlichen Josefs (* Genesis 27; 29-45) finden sich in der christlichen Kunst vor allem folgende Motive:

1. Der Verkauf des jungen Josef durch seine eifersüchtigen Brüder an nach Ägypten ziehende ismaelitische Händler. Diese verkauften Josef in Ägypten an Potiphar, einen Hofbeamten des Pharao, den Obersten der Leibwache (* Genesis 37, 1-36). Die Brüder Josefs zerrissen seine Kleidung, beschmierten sie mit Blut und ließen ihren Vater glauben, wilde Tiere hätten seinen Lieblingssohn getötet.

2. Die Flucht Josefs vor der Frau Potiphars, die ihn an den Kleidern festhielt, um ihn zu verführen. Das pikante Thema erfreute sich in der Bildenden Kunst großer Beliebtheit (* Potiphars Frau).

3. Die Deutung der Träume. Durch die Verleumdung der Frau Potiphars wurde Josef eingekerkert. Im Gefängnis deutete Josef die Träume des vorübergehend in Ungnade gefallenen Mundschenks und die des gleichfalls im Kerker befindlichen Oberbäckers des Pharao. Gemäß der Traumdeutung wurde der Bäcker gehenkt, der Mundschenk dagegen wieder in Gnaden aufgenommen. Zwei Jahre später hatte der Pharao Träume, die niemand zu deuten vermochte. Da erinnerte sich der Mundschenk des Josef, dieser kam frei, weissagte dem Pharao die sieben fetten und die sieben mageren Jahre und wurde mit Ehrungen überhäuft.

4. Die Aussöhnung mit seinen Brüdern (* Genesis 42, 1-28).

5. Die Begebenheit mit dem goldenen Becher, den Josef im Beutel des kleinen Benjamin gefunden zu haben vorgab, um den positiven Sinneswandel seiner Brüder zu prüfen.


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