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BeyArs Kunstlexikon

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Josef von Arimathia, ökumenisch Josef von Arimathäa, der Überlieferung nach ein gerechter Ratsherr, der dem Beschluss des Hohen Rates zur Verurteilung Christi nicht zugestimmt hatte (* Lukas 23, 51).

* Apokryphen Schriften zufolge wurde das aus der Lanzenstichwunde fließende Blut des * Heilands von Josef in einem Becher aufgefangen (vgl. * Gral). Gemeinsam mit Nikodemus soll Josef dann Jesus vom Kreuz abgenommen haben. In der Kunst wird Josef von Arimathia meist dargestellt, wie er den Leib Christi hält, während Nikodemus die Nägel löst (z. B. * Codex Egberti). Zum Unterschied von Nikodemus wird Josef immer älter wiedergegeben, mit weißem Haar und Bart.

Nach der * Kreuzabnahme erbat sich Josef von * Pilatus den Leib Christi, um ihn in dem für sich selbst vorbereiteten Felsengrab zu bestatten (* Markus 15, 42-46). Als früheste abendländische Darstellung der * Grablegung Christi gilt die im * Codex Egberti.

Im Zusammenhang mit der am dritten Tag erfolgten * Auferstehung Christi und dem Besuch der * Frauen am Grab (die Jesus salben wollten) wird das leere Grab mit den davor befindlichen verschreckten Wachen bereits in der frühchristlichen Kunst dargestellt, z. B. auf dem Mittelstück einer in Rom um 400 entstandenen fünffelderigen Diptychontafel aus Elfenbein (Bayerisches Nationalmuseum München).


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