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BeyArs Kunstlexikon

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Kabinettscheibe, mit * Lasurfaben bemalter Mittelteil von * Bleiglasfenstern.

Solche als * Diaphanbilder ausgeführten Fenstereinsätze waren im 16. Jh. besonders in der Schweiz verbreitet. Dargestellt findet man meist figürliche Szenen und * heraldische Motive (* Wappenscheibe). Kabinettscheiben wurden oft anlässlich der Fertigstellung eines Hauses gestiftet (vgl. * Fensterbierscheibe). Besonders schöne Kabinettscheiben befinden sich im Klostermuseum Muri (Kanton Aargau); sie sind in den Fenstern des südlich anstoßenden Kreuzgangs eingesetzt und wurden zwischen 1554 und 1558 von dem Züricher Glasmaler Carl von Egeri hergestellt.

Bei einer zweiten Form der Kabinettscheibe ist diese nicht als Mittelstück von * Butzenscheiben eingesetzt, sondern als Dekorstück separat gearbeitet und hängt an einem dünnen Kettchen meist vom Fensterrahmen herab.


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