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BeyArs Kunstlexikon

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Anna, Heilige, ihr Name ist hebräischen Ursprungs und bedeutet "Huld", "Gnade".

Anna wird nicht in der Bibel selbst erwähnt, sondern in * apokryphen Schriften, wie z. B. in dem um 200 n. Chr. erschienenen Protevangelium des * Jakobus. Als Attribute Anna gelten das Marienkind sowie ein offenes Buch, als Hinweis auf die Verheißung des Messias oder darauf, dass sie die Erzieherin und Lehrerin * Marias war. Da Anna und der alte, fromme Herdenbesitzer * Joachim keine Kinder hatten, nahm der Hohepriester in Jerusalem das Opfer Joachims nicht an. Aus Gram darüber zog sich Joachim mit seiner Herde in die Einöde zurück. Ein Engel verkündete ihm daraufhin die Geburt eines Kindes und forderte ihn auf, zur * Goldenen Pforte des Tempels zu gehen, wo er mit Anna zusammentraf, der gleichfalls ein Gottesbote ihre Schwangerschaft angekündigt hatte. Das Zusammentreffen der beiden an der Goldenen Pforte symbolisiert die * Unbefleckte Empfängnis Mariens, die im Hinblick auf die zukünftige Gottesmutterschaft ohne Erbsünde war. Einer mittelalterliche Legende zufolge heiratete Anna nach Joachim noch zweimal (* Heilige Sippe). Die Namen der beiden Ehemänner werden mit * Kleophas und * Salomas angegeben. Die Darstellung der Heiligen Sippe war im 15. Jh. sehr beliebt. Das Motiv ist das Gegenstück zum * Jessebaum, der den Stammbaum Christi symbolisiert. Die Heilige Sippe wurde später auf das Sujet * Anna selbdritt eingeschränkt.


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Anna selbdritt »


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