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BeyArs Kunstlexikon

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Anna selbdritt, Terminus für die gemeinsame Darstellung der hl. * Anna mit der im Allgemeinen als Mädchen wiedergegebenen * Maria und dem * Jesuskind.

Das Motiv entstand im 14. Jh., im Gefolge des damals aufgekommenen Annakultes. Die Bezeichnung Anna selbdritt gibt an, dass Anna selbst wiedergegeben ist und dass sie zu dritt sind. Anna, die Mutter Marias, wird meistens als vornehme Matrone in rotem Kleid und grünem Mantel sitzend dargestellt, die mädchenhafte Maria auf einem und das Jesuskind auf dem andern Arm haltend, oder das Marienkind steht neben der Mutter Anna. Es handelt sich um ein * anachronistisches Bild, weil zugleich Maria als Mädchen und das Jesuskind zu sehen sind.  Später wurde manchmal auf die rationale Generationenfolge Rücksicht genommen und  Anna sowie Maria gleich groß als Frauen nebeneinander sitzend und zwischen ihnen das Jesuskind dargestellt. Die Dreiergruppe löste später in ganz Europa das Motiv der * Heiligen Sippe ab und wurde manchmal als "kleines Sippenbild" bezeichnet.


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Annahände »


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