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BeyArs Kunstlexikon

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Kerbholz. Gläubiger und Schuldner schnitzten in alter Zeit in einen Holzstab entsprechende Kerben ein und spalteten dann das Holz der Länge nach. Einen Teil erhielt der Schuldner, der andere verblieb beim Gläubiger.

Es gab auch die Möglichkeit zwei nebeneinandergelegte Stäbe jeweils mit einem Kerbschnitt gleichzeitig zu markieren. (Vgl. * Fokos.) Jede Veränderung des Schuldenstandes vermerkte man in dieser Weise durch gleichzeitiges Beschnitzen beider Stäbe. Der Vorgang ist die Grundlage für den Ausspruch "etwas auf dem Kerbholz haben". Alte Kerbhölzer sind in volkskundlichen Sammlungen zu finden.


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