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BeyArs Kunstlexikon

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Argos, griech. (lat. Argus),

1) hundertäugiger, riesiger Wächter. Da er alles sah, nannte man ihn auch Panoptes, griech., "der, der alles sieht". Auf Geheiß der Zeus-Gemahlin * Hera bewachte Argos die in eine weiße Kuh verwandelte * Io.

* Zeus, der unter dem Schutz einer Wolke gerade im Begriff gewesen war, die schöne Io, die Tochter eines Flussgottes, zu seiner Geliebten zu machen, hatte noch rechtzeitig seine Gemahlin nahen gesehen und Io in aller Eile in eine Kuh verwandelt. Hera, der Wolke wegen misstrauisch geworden, bat ihn, ihr das schöne Tier zu schenken. Damit der Argwohn Heras nicht noch genährt würde, entsprach Zeus der Bitte seiner Frau. Um Io zurückverwandeln zu können, versicherte er sich der Hilfe des ihm ergebenen Götterboten * Hermes. Als Hirte verkleidet, versetzte Hermes durch Gesang und Flötenspiel den wachsamen Argos in Schlaf und schlug ihm dann den Kopf ab. Da Hera des Weges kam, konnte Io jedoch nicht von Zeus zurückverwandelt werden, und es dauerte lange, bis sie wieder ihre ursprüngliche Gestalt erhielt. Mit den Augen des toten Argos schmückte Hera die Federn ihrer Pfaue. Das Thema zählt zu den bevorzugten Motiven der Barockkünstler.

2) Name des Hundes des Helden Odysseus, der seinen Herrn als einziger nach zwanzigjähriger Abwesenheit erkannte, obwohl * Athene sein Aussehen in das eines greisen Bettlers verwandelt hatte.

3) Sohn des Phrixos. Argos baute nach den Angaben * Athenes die * Argo, mit der die * Argonauten nach Kolchis gelangten, um das * Goldene Vlies zu holen.

4) Eine den Städten Mykene und Tiryns benachbarte Hauptniederlassung in der griechischen Landschaft Argolis.


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