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BeyArs Kunstlexikon

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Neorokoko, Neurokoko, Zweites Rokoko, Genre * Pompadour, Bezeichnung für eine Stilrichtung des * Historismus. Das Neorokoko setzte nach der Juli-Revolution 1830 in Frankreich ein und währte bis 1850/60. Hier hieß die Epoche des Neorokoko auch * Louis-Philippe-Stil, benannt nach dem Bürgerkönig Louis Philippe (1830-1848). Es wurde von dem auf seine Tradition sich besinnenden Adel entriert, dann aber auch vom Bürgertum und der Industrie übernommen und über ganz Europa verbreitet.

Neben und nach dem * Biedermeier war Wien ein Zentrum des Neorokoko, das hier häufig "Blondel'scher Stil" genannt wurde. Wie im Rokoko wurden auch wieder die * Chinoiserien modern. Ein beliebtes Beispiel für das vor allem die Ausstattung des Interieurs beeinflussende Neorokoko sind die Innenräume des Palais Liechtenstein in Wien. Als Folge der * Weltausstellung von 1851 in London wandelte sich der Geschmack, und es setzte sich mehr und mehr die * Neorenaissance durch, gefolgt vom * Neobarock. Zeitweise existierten die * eklektizistischen Strömungen jedoch nebeneinander.


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