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BeyArs Kunstlexikon

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Niobe, Tochter des kleinasiatischen Königs * Tantalus und der Dione.

Mit ihrem Gemahl, dem für sein Saitenspiel berühmten König Amphion von Theben, hatte Niobe sieben Töchter und sieben Söhne. Sie rühmte sich ihrer zahlreichen Mutterschaft gegenüber * Leto, die nur * Apollon und * Artemis geboren hatte. Zur Strafe töteten diese beiden Gottheiten die Kinder Niobes mit Pfeilen. Niobe erstarrte daraufhin vor Schmerz zu Stein. Einem Felsen am Berg Sipylos wird eine Ähnlichkeit mit der Gestalt der weinenden Niobe nachgesagt.

Die Tötung der Niobiden war bereits in der Antike ein bekanntes Motiv der Bildenden Kunst. So sollen z. B. die Seitenlehnen des von * Phidias gestalteten monumentalen Kultbildes des olympischen * Zeus mit dem Niobe-Sujet verziert gewesen sein. Der Tod der Kinder Niobes war auch ein beliebtes Thema der griechischen Vasenmalerei. Eine bekannte Niobidengruppe befindet sich in den Uffizien in Florenz. Niobe gilt als Beispiel für Überheblichkeit sowie für übergroßes Leid.


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Niobiden »


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