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BeyArs Kunstlexikon

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Passahnacht, von hebräisch pesach, "schonendes Vorübergehen".

Der Ursprung der Passahnacht liegt in der Zeit der Knechtschaft der Israeliten in Ägypten. Da der Pharao die Israeliten trotz der von * Moses vorhergesagten und eingetretenen "Ägyptischen Plagen" nicht freigab, prophezeite Moses als weitere Plage den Tod aller männlichen Erstgeborenen der Ägypter. Jedem Hausvater seines Volkes trug Moses auf, ein einjähriges Schaf zu schlachten, ein Büschel Kräuter mit dem Blut des Tiers zu benetzen und damit die beiden Türpfosten sowie den Türsturz der Hauseingänge zu markieren. Dann sollten sie das Fleisch braten, Brot ohne Sauerteig backen und sich zum Aufbruch bereithalten.

In der Mitte der Passahnacht ging Gott an den mit Blut gekennzeichneten Türen der Israeliten "schonend vorüber" (pesach) und tötete alle männlichen Erstgeburten der Ägypter, Menschen wie Tiere. Der Pharao gab daraufhin den Israeliten die Erlaubnis zum Verlassen Ägyptens. Schon bald reute ihn aber sein Nachgeben, und er ließ die Israeliten von Soldaten verfolgen, die dann bei der * Durchquerung des Roten Meeres den Tod fanden.

Das packende Thema der Passahnacht ist auf vielen Gemälden dargestellt. Zur Erinnerung an den * Auszug der Israeliten aus Ägypten (* Exodus 12, 1-13) wird von den Juden das Passahfest gefeiert. Es beginnt am Abend des 14. Nisan (März/April) d. h. des ersten Frühlingsvollmonds mit einem Festmahl (Lamm, ungesäuertes Brot sowie bittere Kräuter) und dauert in Israel sieben, außerhalb Israels acht Tage. In der christlichen Kirche wurde es in das Osterfest umgedeutet.


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Passauer Wolf »


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