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BeyArs Kunstlexikon

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Polimentvergoldung, Synonym für * Glanzvergoldung.

Im Volksmund wird diese Vergoldung mit * Blattgold auch * Branntweinvergoldung oder Leimvergoldung genannt. Zuerst verdichtet und glättet der Vergolder die Holzoberfläche mit einem * Kreidegrund. Zu dem Zweck wird ein Gemisch aus Leimwasser und Schlämmkreide mehrmals aufgebracht und jeweils nach dem Trocknen mit feinem Glaspapier geschliffen. Oft wurde der Untergrund noch mit der Lösche, d. h. mit heißem Leimwasser imprägniert. Dann erfolgt das Auftragen des * Poliments, auch * Bolus genannt, mit einem feinen Haarpinsel. Danach wird der Gegenstand mit der * Netze aus Alkohol (Branntwein) und Wasser bestrichen, durch die das Blattgold haftenbleibt. Da die hauchdünnen Goldblättchen nicht mit der Hand angefasst werden können, erfolgt ihr Aufbringen mit dem so genannten Anschießer (* Anschießen). Neben der Glanzvergoldung wird auch noch die matte * Ölvergoldung angewendet.


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