Zurück A-Z Begriffssuche Home

BeyArs Kunstlexikon

Suche

Cancel Search
Priapos(lateinisch Priapus), griechisch, beliebter kleinasiatisch-griechisch-römischer Fruchtbarkeitsgott der Gärten, Felder und Herden sowie Urbild männlicher Zeugungskraft.

Ausgangspunkt der Verehrung soll die kleinasiatische Stadt Lampsakos gewesen sein. Von dort eroberte Priapos im 5. Jh. v. Chr. den gesamten griechisch-römischen Raum. In der griechischen Mythologie entsprang Priapos einem Liebesverhältnis von Aphrodite und Dionysos. Als Fruchtbarkeits- und Erntegott wurde Priapos oft mit einem Sichelmesser dargestellt. Die hölzernen oder steinernen Kultstatuen des Priapos, die in Hainen und Gärten aufgestellt waren, haben einen übergroßen erigierten * Phallus, der rot bemalt war, wie Farbreste zeigen. Die Standbilder waren meist mit witzig-obszönen Aufschriften versehen, den so genannten "Priapeen". Seit der römischen Kaiserzeit wurde das Glied des Gottes nicht mehr * ithyphallisch, sondern unerigiert dargestellt und Priapos oft mit * Pan gleichgesetzt. Das weibliche Pendant zu Priapos ist * Baubo, auch "dea impudica" (Göttin der Unzucht) genannt.


« Priamos

Primärfarben »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.