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BeyArs Kunstlexikon

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Raster, in der Reproduktionstechnik gleichmäßige punktförmige Zerlegung einer Halbton-Bildvorlage mit einem der Aufnahmeoptik vorgeschalteten photographischen Netz.

Dieses besteht aus einer Glasplatte mit eingeätztem Gitternetz oder aus zwei Glasplatten, die jeweils ein aufgezeichnetes oder eingraviertes Liniensystem (bis 120 Linien pro cm) aufweisen, wobei die geätzten Vertiefungen mit lichtundurchlässiger Farbe ausgefüllt sind. Die beiden Glasplatten werden übereinandergeklebt, so dass sich ein netzförmiger Raster bildet. Nach der Strichzahl je Zentimeter unterscheidet man 24er, 48er R. usw. Ein Bild mit 60er Raster weist z. B. pro Quadratzentimeter 3600 Rasterpunkte auf. Die mittels der Rasterfotografie hergestellten Negative oder Diapositive dienen zur Fertigung der Druckformen, wobei die Tonwerte eines Halbtonbildes in einzelne Bildelemente (Rasterpunkte) zerlegt werden.

Die Bildpunkte weisen je nach dem Ausmaß der Belichtung, d. h. der Deckung der Vorlage unterschiedliche Größe auf und erlauben damit die Wiedergabe des Halbtoncharakters auf drucktechnischem Weg. Nach dem Kopieren der Rasternegative auf mit lichtempfindlichem Material beschichtete Metallplatten erfolgt das Ätzen, wobei die Rasterpunkte als druckende Bildelemente erhalten bleiben, die Zwischenräume der Rasterpunkte dagegen tief geätzt werden. Aufgrund des Rasters lässt sich mit Hilfe einer Lupe meist eine * Originalgraphik von einer * Reproduktion unterscheiden.


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