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BeyArs Kunstlexikon

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Recto, das (deutsch Rekto), von lateinisch recto folio, "auf der richtigen Seite", "Vorderseite".

Da man im Mittelalter und der frühen Neuzeit stets die Blätter und nicht wie heute die Seiten einer Handschrift oder eines Buches nummerierte, wurde die Vorderseite zur Unterscheidung mit "recto" (r.), die Hinterseite hingegen mit "verso" (v.) bezeichnet. Dabei gilt beim aufgeschlagenen Buch immer die rechte Seite als Vorder- und die linke Seite als Rückseite. Auch bei Einzelblättern oder zweiseitigen Objekten wurde zwischen "recto" (Vorderseite) und "verso" (Hinterseite) unterschieden. Bei so nummerierten Blättern spricht man von "foliiert" (abgeleitet von lateinisch in * folio, "in einem Blatt") und bei nummerierten Seiten von "paginiert" (abgeleitet von lateinisch pagina, Buchseite). Diese Seitennummerierung wurde im 16. Jh. üblich.


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