Auripigment, von lat. pigmentum auri, "Goldfarbe".
Auch Arsen- oder Königsgelb genanntes, natürlich vorkommendes, durchscheinendes zitronengelbes bis rötlichgelbes giftiges Arsensulfid (Arsenblende). Als
* Pigment wurde das Mineral in Ägypten und China bereits lange vor Christi Geburt für Malereien verwendet. Sein Gebrauch in röm. Zeit ist durch Plinius und
* Vitruv (VII, 5, 7) belegt, u. a. für
* Enkaustik. Vitruv nannte es Arsenicum. Das Mineral wurde zerstoßen und z. B. als feines Pulver auch dem Wachs beigemengt, das in der Antike zur Beschichtung von Schreibtafeln (
* Diptychen) diente. Das "Königsgelb" verlieh dem Wachs eine satte gelbe Farbe. Im 19. Jh. wurde das bei
* Öl- und
* Temperafarben verwendete, gegen Licht und chemische Einflüsse beständige Pigment meist mit dem Namen "Rauschgelb" bezeichnet.
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