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BeyArs Kunstlexikon

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Valori Plastici, italienisch, "plastische Werte",

Bezeichnung für einen Künstlerkreis, dessen Mitglieder die Moderne und den Futurismus ablehnten. 1918 gründete der Maler Mario Broglio (1891-1948) in Rom eine Kunstzeitschrift mit dem Titel Valori Plastici, die bis 1922 erschien. Die in ihr publizierenden Künstler, unter ihnen vor allem C. Carrá und G. de Chirico, vertraten nachdrücklich das auf der * Pittura metafisica aufbauende Gedankengut der so genannten "plastischen Werte", einer Rückkehr zur Gegenständlichkeit. Die Autoren wandten sich gegen * Expressionismus, * Kubismus sowie Futurismus und sprachen sich für die Wiederaufnahme der akademischen Malweise und die Rückbesinnung auf den Klassizismus und das Formengut der italienischen Frührenaissance aus.

Kennzeichnend für die ideologisch und stilistisch sehr verschieden eingestellten Künstler sind neoklassizistische Formen, eine strenge Statuarik mit puppenähnlichen Gestaltungen und matte grautonige Farben. Dem Kreis der nur locker miteinander verbundenen Künstler gehörten u. a. an: F. Casorati, A. Martini, R. Melli, G. Morandi, F. De Pisis, A. Savinio, G. Severini, A. Soffici. In weiterem Sinn beeinflussten die Ideen der Valori Plastici auch deutsche Künstler, wie beispielsweise K. Hofer.


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