Zurück A-Z Begriffssuche Home

BeyArs Kunstlexikon

Suche

Cancel Search
Bauhaus, Staatliches Bauhaus, 1919 vom Architekten Walter Gropius (1883-1969) in Weimar gegründetes Institut für Gestaltung.

Als Gropius als Nachfolger H. van de * Veldes die Direktion der 1906 vom Großherzog von Sachsen-Weimar gegründeten Kunstgewerbeschule übernahm, vereinigte er diese und die Hochschule für Bildende Kunst unter dem Namen "Das staatliche Bauhaus Weimar". Gropius wollte die Kluft zwischen Künstlern, Kunsthandwerkern und Handwerkern überbrücken, den Erfahrungsaustausch fördern und ein fundiertes Formen- und Farbgefühl vermitteln. Theorie und Praxis sollten vereinigt und das Empfinden für zeitlos schöne Formen im Volk geweckt und vertieft werden. Die Entwürfe sollten auch industriell und damit preisgünstig produzierbar sein. Das Ziel der Bauhaus-Bewegung war, auch finanziell schwächeren Schichten zu einem gepflegten Interieur zu verhelfen, wobei die "Tapeten für Arbeiterwohnungen" ein gutes Beispiel sind. Als Leiter der einzelnen Abteilungen fungierten jeweils ein Künstler und ein Handwerksmeister. Gropius verpflichtete für das Bauhaus u. a. folgende Persönlichkeiten:
1919 F. Feininger, G. Marcks und A. Meyer;
1920 G. Muche;
1921 P. Klee, O. Schlemmer;
1922 W. Kandinsky und
1923 L. Moholy-Nagy.
1925 wurde das Bauhaus in das von Gropius erbaute Schulgebäude nach Dessau verlegt. 1928 übernahm H. Meyer die Leitung und förderte besonders den * Funktionalismus. Unter der Direktion von L. Mies van der Rohe 1930 standen wieder die künstlerischen Aspekte im Vordergrund. Das Bauhaus in Dessau schloss 1932 seine Pforten. Danach war es für kurze Zeit in einer Fabrik in Berlin etabliert, bevor 1933 die Schließung durch die Nationalsozialisten erfolgte. 1937 wurde das "New Bauhaus" in Chicago gegründet. 1951 griff die Ulmer Hochschule für Gestaltung das Gedankengut des Bauhaus wieder auf. Bauhaus-Archive gibt es seit 1961 in Darmstadt und seit 1971 in Berlin.


« Bauernsilber

Bauhütte »


Desktop-Version öffnen mit Volltextsuche über rund 350.000 Worte.