Österreichische Gemmologische Gesellschaft
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Diamant
Laut internationaler Fachpressemeldung ist der synthetische Schmuckdiamant weiterhin im Vormarsch. Amerika und Russland sind die führenden Zuchtländer und verbessern stets ihre Produktionen. Sie erzeugen die Diamanten von farblos bis schwarz, wobei das Bestreben dahin geht, lupenreine, farblose synthetische Diamanten zu produzieren.
Man beschäftigt sich bereits mit einem eigenen Graduiersystem für synthetische Diamanten, wobei die Schwierigkeit bereits jetzt gegeben ist, denn es gibt eine ganze Menge von synthetische Fancy Diamonds, aber nicht nur in den Größen 1,00ct, sondern in der kleinen Ware, und wer prüft das nach?
Bei der großen Ware gibt es einige Hilfsmöglichkeiten, nur ist es im gefassten Zustand immer schwierig – vor allem dann, wenn es rasch gehen soll. Ein Umdenken wird einsetzen müssen, wobei uns allen klar sein muss, SYNTHETISCHE SCHMUCKDIAMANTEN sind nicht mehr wegzudenken. Mit der Lupe allein sind sie nicht, zu erkennen! Somit ist neben üblichen bereits im Handel vorkommenden Behandlungsarten (Bestrahlen, Laserbohren, Rissfüllen, Beschichten, HPHT) ein weiterer Schwerpunkt zu beachten. Übrigens bei der Technik des Beschichtens gibt es wieder ein neues Verfahren.
Seit November 2006 sind in Japan Diamanten mit einer neuen Beschichtungsform auf dem Markt. Die dabei entstehenden Farben würden bei natürlichen Steinen als fancy pink bis fancy vivid pink graduiert werden, die Erkennung der Behandlung ist jedoch schwierig. Kleine Steine bis 0.3 ct haben auch schon den Weg in den Schmuck gefunden.
„Bei Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Beschichtung nur am Pavillion anhaftet, bei genauer Betrachtung im Methylenjodid konnten Abplatzungen dieser Schicht erkannt werden, genauso an Facettenkanten. Ein Standard- Gemmologenmikroskop reich zu dieser Erkennung fast nicht aus, ein Differential-Interferenz-Mikroskop macht diese fehlenden Beschichtungsstellen allerdings sichtbar.
Verschiedenste metallische und nichtmetallische Elemente wurden bei Analysen in dieser Beschichtung gefunden.
Säuretests (Einlegen in Säure) zeigten, dass sich die oberflächliche Schicht erst nach 30 Minuten löst und dann mit einem Putztuch entfernen lässt. Die Farbe des ursprünglichen Steines wurde als K deklariert.“ (Zusammengefasst aus: H. KITAWAKI, GAAJ Research Laboratory
(http://www.gaaj-zenhokyo.co.jp/researchroom/kanbetu/2007/2007_01-01en.html)


Natürlich oder?


Synthetische schwarze Diamanten aus Russland.


Synthetischer Diamant „TAIRUS“.


Synthetische Diamanten aus USA (Chatham).


 




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