Wesentlich in den Werken von Lech Polcyn einen in Polen sehr bekannten Künstler ist der Begriff „Fragmentation“, Defragmentation und Permutation. Die Themen der Ausstellung werden klassische sein, mit welchen der Künstler als Lehrer an der Krakauer Akademie der schönen Künste häufig konfrontiert ist (Fakultät für Fotografie). Gezeigt werden Akte, Landschaften und Stillleben, jedoch durch den Künstler neu interpretiert. Es sind meist konzeptuelle Realisationen, deren Thematik ein Vorwand ist, denn Lech Polcyn hat kein Interesse das Ästhetische in Z.B der Landschaft, zu suchen, sondern sie aufzulösen und aufzugliedern.
Sein Blick ist oft ironisch. Die Überarbeitung traditioneller Themen, sowie die Form der Bilder mit der Suggestion offener Interpretation, fügt sich in die vom Künstler bevorzugte postmodernistische Strategie.
Er teilt seine Bilder in Fragmente und ladet somit den Zuschauer ein sie „zu ordnen“ oder er lässt die Farben aus und überlässt anderen „zu kolorieren“, oder er nummeriert die Punkte, die man dann mit einen Strich verbinden kann – man wird auch ersucht nach fehlenden Elementen zu suchen. Auf diese Weise ist der Betrachter in die Bilder involviert und gezwungen, sich mit ihnen auseinander zu setzen.
Eine wichtige Rolle in Polcyns Kunst spielt das Medium der Fotografie. Er ist ein Fan der puristischen Konzeption. Seine Fotografie ist inzwischen 2 und 3- dimensional und wurde zu „Realistischen Objekten“. Hier ist die Defragmentation in Umkehr: Die Fotos zerteilt in kleine Teile, werden wieder zusammen gefügt, und in eine dreidimensionale Form geklebt.