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Kunsthandel W.& K.

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Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art (neben dem Café Central)
, A-1010 Wien (Anfahrtsplan anzeigen)

Katalog: Band 11

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Landschaft
Stadtansichten, Häuser, Veduten

Art. Nr.: 2
ANTON FAISTAUER St. Martin bei Lofer 1887 – 1930 Maishofen
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TAORMINA MIT BLICK AUF MOLA, 1929

Öl auf Leinwand, 70,5 x 103,5 cm
Verso: Stempel: Vereinigung | Bildender | Künstler | Wiener | Secession
Klebezettel: Künstlerhaus Wien, 1953/1788
Provenienz: Adelgunde Krippel; Privatbesitz, Deutschland

Im Oktober 1929 konnte Anton Faistauer seine ersehnte Urlaubsreise nach Italien, die er wegen gewichtiger Aufträge mehrmals verschoben hatte, in die Tat umsetzen. Als Begleitung nahm er seine Lebensgefährtin Gundl Krippel, deren Schwester Liesl und den jungen Maler Heinrich de Arnoldi mit.

Das Erlebnis des Südens, das ihm in seinem kurzen Leben nicht oft gegönnt war, ließ die Schaffenskraft des körperlich geschwächten Malers zur Höchstform auflaufen. Das für seinen malerischen Zauber seit der Romantik berühmte Taormina bezeichnete den südlichsten Punkt der Reise. Faistauer wählte nicht die Aussicht von der antiken Theaterruine über die Bucht zum Ätna, – das Bühnenhaus ragt nur mit einer Ecke rechts ins Bild –, sondern die dem Meer abgewandte Seite gegen den Monte Tauro.

Faistauer, dessen künstlerische Selbstfindung in den Anfängen etwas Tastendes, Labiles hatte, weiß sich jetzt im Vollbesitz endgültig gefestigter Souveränität, was sich sowohl im großzügig zusammenfassenden Bildaufbau als auch im sprühenden Pinselduktus mitteilt – es ist evident, dass Faistauer ein rasanter Maler war.

Van Gogh hat Cézannes Vorbildlichkeit abgelöst. Innerhalb der warmblütigen Farbskala dominiert ein roter Gebäudekomplex, der gleichzeitig die perspektivische Schlüsselposition innehat.
Faistauer schuf ein exemplarisches Werk des österreichischen Spätexpressionismus, das sich bis in die 50er Jahre als Anknüpfungspunkt anbot – man denke an Boeckls Landschaften.

Gundl Krippel-Degenhart, die Haupterbin Faistauers, hat sich zu Lebzeiten nie von dem Bild getrennt, sodass es erst jetzt als letztes verbliebenes Werk aus dem Nachlass freigegeben wurde.
Nikolaus Schaffer

Literatur: Franz Fuhrmann: Anton Faistauer. 1887 – 1930. Mit einem Werkverzeichnis der Gemälde. Residenz Verlag. Salzburg 1972, Tafel 39, S. 168, WVZ Nr. 382.


TAORMINA WITH A VIEW OF MOLA, 1929
Oil on canvas, 70.5 x 103.5 cm
Verso: stamp: Vereinigung | Bildender | Künstler | Wiener | Secession
Label: Künstlerhaus Wien, 1953/1788
Provenance: Adelgunde Krippel; private collection, Germany

In October 1929, Anton Faistauer could finally embark on his much longed-for holiday to Italy, which he had put off several times because of big commissions. He took his partner Gundl Krippel with him, her sister Liesl and the young painter Heinrich de Arnoldi. The artist did not have the chance to experience the South many times in his short life and on this occasion it prompted an outburst of brilliant creativity from the frail painter. Taormina, famous for its picturesque allure since Romanticism, was the southernmost destination in their journey. Faistauer didn’t choose the view from the classical theatre ruins above the bay towards Etna – this building only juts into the picture on the right – but looked away from the sea towards Monte Tauro.
Faistauer, whose early work conveyed the sense of an artist tentatively groping towards his idiom, is now completely established and assured in his art. This is reflected in the broadly summarized composition of the picture and the verve of the brushwork – Faistauer was evidently a rapid painter. Van Gogh has replaced Cézanne as his example. In this warm-blooded range of colours, a red complex of buildings dominates and at the same time holds the key position in the perspective.



Band 11
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ALBIN EGG... ANTON FAI... LYONEL FE... LYONEL FE... LYONEL FE...