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Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art
, A-1010 Wien

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Landschaft

Art. Nr.: 13
SEBASTIAN ISEPP Nötsch im Gailtal 1884 – 1954 London
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DORF IM WINTER, um 1913

Öl auf Leinwand, 43 x 69,5 cm

Ein tief verschneiter, mit Sträuchern und Bäumen gesäumter Weg führt den Blick des Betrachters ausgehend von der Mittelachse des Bildes, die durch zwei hoch gewachsene und sehr schlanke Bäumchen akzentuiert wird, diagonal in den Hintergrund. Rechts ragen, halb verdeckt durch das Gehölz, die stark vereinfachten Formen eines von einem Zaun umfassten Gebäudekomplexes hervor. Weitere, nur partiell sichtbare Gehöftelemente betonen das Ausschnitthafte des gewählten Motivs und verleihen der Landschaft ein charakteristisches Aussehen.

Mit pastosem, frei artikuliertem Pinselduktus, aber eher trockenem Farbauftrag setzt der Künstler souverän die duftige Weichheit und Beschaffenheit des Schnees um. Dadurch erscheinen die einzelnen Umrisse von Natur und menschlichen Bauten ineinander überzugehen. Das reduzierte Kolorit von vielfältigen Weißabstufungen wird sowohl durch zarte Rosé- und Blaunuancen als auch durch kräftige Braun- und Rottöne harmonisch belebt. Im Gesamteindruck vermittelt das Gemälde wirkungsvoll die Stimmung der gedämpften Atmosphäre eines kurzen Wintertages, bei der Himmel und Erde farblich und strukturell ineinander zu fließen scheinen.

Die Entstehungszeit des undatierten Bildes kann aufgrund stilistischer Merkmale knapp vor Beginn des 1. Weltkrieges angenommen werden. Sebastian Isepp hat sich zu diesem Zeitpunkt bereits ein breites stilistisches Spektrum erarbeitet, das ihn von einer anfänglich flächig-linearen, der Secessionskunst verpflichteten und vom japanischen Holzschnitt beeinflussten Gestaltung über eine Rezeption spätimpressionistischer und fauvistischer Kriterien wieder zu einer beruhigten, sehr persönlich formulierten Ausdrucksweise geführt hat.
Sigrid Diewald

Literatur: Gerbert Frodl, Elisabeth Brandstötter (Hg.): Sebastian Isepp. Verlag Galerie Welz. Salzburg 2006, WVZ Nr. 70 (Id.-Nr. 170).


VILLAGE IN WINTER, c. 1913
Oil on canvas, 43 x 69.5 cm

The viewer’s gaze is guided by a path, deep in snow and lined by shrubs and trees, which leads from the picture’s middle axis – accentuated by two tall trees – diagonally into the background. Emerging on the right there are the simplified forms of a complex of buildings, surrounded by a fence and half concealed by the trees. Other parts of the farm that are only partially visible emphasize the cropping of the motif and give the landscape its characteristic appearance. With impasto, freely articulated brushwork but a rather dry application of paint, the artist has impressively rendered the light softness and consistency of the snow. As a result the outlines of nature and manmade buildings seem to merge together. The muted colours, with a variety of gradations of white, are harmoniously enlivened with subtle nuances of rose and blue and strong brown and red shades. As a whole the painting effectively conveys the subdued atmosphere of a short winter’s day in which sky and ground appear to merge together both in colour and structure.
Although undated, the style suggests that this picture was painted just before the First World War. By this time Sebastian Isepp had already covered a wide kaleidoscope of styles. Starting with the planar and linear designs based on Secessionist art and influenced by Japanese prints, this was followed by assimilating Post-Impressionist and Fauvist criteria and then returned to a calmer, very personal mode of expression.

Sigrid Diewald

Literatur: Gerbert Frodl, Elisabeth Brandstötter (Hg.): Sebastian Isepp. Verlag Galerie Welz. Salzburg 2006, WVZ Nr. 70 (Id.-Nr. 170).

Preis: nicht vermerkt


Band 11
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JOSEF FLO... SEBASTIAN... SEBASTIAN... ERNST LUD... ERNST LUD...