Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »
Home

Geschäftsführung

10 Jahre
Kunsthandel W.& K.

Messe Hofburg

Salzburg World
Fine Art Fair

Sie möchten verkaufen?

Künstlerbiographien
 

Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art
, A-1010 Wien, Website öffnen

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Erotik, Akte

Art. Nr.: 17
ERNST LUDWIG KIRCHNER Aschaffenburg 1880 – 1938 Frauenkirch bei Davos
Weiter suchen nach:
  ernst ludwig...
  akte
  grafik
  tusche
  malerei
  akt
ZWEI WEIBLICHE AKTE UND EIN NACKTER MANN IM WALD, 1925

Tusche auf Papier, 450 x 358 mm

Die Federzeichnung entstand in der Nähe des Kirchnerhauses am Eingang des Sertigtales. Links schreitet Erna, seine Gefährtin seit Berliner Tagen um 1911, in tänzerisch leichter, gelöster Haltung über die Steine eines Bachbettes.

Mit „Bubikopf“, schlank, sportlich entsprach sie ganz dem Formempfinden des Künstlers. So hat er sie oftmals gezeichnet, auf Leinwand und Lithostein gemalt, in Holz geschnitten und in das weiche Kupferblech geritzt. Erna liebte die Bewegung. Ihre Arme schwingen, ihr linker Fuß ist angehoben, mit dem rechten steht sie auf der Spitze. Wie schwebend ergibt sie sich dem gelebten Augenblick.

So demonstriert Kirchner in wenigen Linien: „Meine Malerei ist eine Malerei der Bewegung.“
Der rechte weibliche Akt entbehrt dieser Eleganz, steht fest auf flachen Füssen, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, abwesend, nicht in der Situation. Und auch der männliche Akt steht fest auf flachen Füßen ohne den Schwung der Bewegung, einer Statue gleich, gefesselt in sichere Linien, die Schulter, Rücken, Gesäß und linkes Kniegelenk mit souveränem Strich erfassen. Mag sein, dass es sich um Fritz Pauli und seine Frau handelt.
Sichtbar wird: Kirchner verfügte über eine ungeheuere zeichnerische Erfahrung. Sein früh geäußerter Wunsch: „Alles zeichnen zu können, was ich zeichnen will“, hat sich in einer jahrzehntelangen Praxis erfüllt. „Nulla dies sine linea, kein Tag ohne Linie.“ Wie er bei „Erna“ die Nase anlegt, den Mund, das Kinn, den Busen und die Backenknochen, Knie und Fuß, das ist tausendmal geübt, tausendmal gesehen und niedergelegt. Er besitzt die Chiffren, die heiligen Zeichen für das Wesentliche. Er hat sie sich erarbeitet.

Gerd Presler

Literatur: Magdalena M. Moeller: Von Dresden nach Davos. Ernst Ludwig Kirchner. Zeichnungen. Hirmer Verlag. München 2004.

TWO FEMALE NUDES AND A NAKED MAN IN A FOREST, 1925
Black ink on paper, 450 x 358 mm

Kirchner drew this pen-and-ink drawing near his house at the entrance to the Sertig Valley. Erna, his partner since his Berlin years around 1911, is stepping across the stones of a streambed with the lightness of a dancer. With bobbed hair, slim and sporty, she was the perfect build for the artist’s approach to form. On many occasions he drew her, painted her on canvas and lithographic stone, carved her in wood and incised her features on copperplate. Erna loved movement. Her arms are swinging; her left foot is raised. With her right foot she is standing on tiptoe. As if gliding, she abandons herself to the moment. In this way Kirchner demonstrates with just a few lines that: ‘My painting is painting of movement.’
The female nude on the right has none of this elegance and stands in a fixed pose on flat feet, her arms crossed behind her back, her mind miles away. And the male nude also stands in a fixed way and has none of the energy of motion. He is like a statue, bound in controlled lines, which capture shoulders, back, backside and the left knee in assured strokes. They could be Fritz Pauli and his wife.
What this drawing demonstrates is that Kirchner now had tremendous experience as a draughtsman. The wish he expressed early on in his career: ‘To be able to draw everything that I want to’, had come to fruition with decades of practice. ‘Nulla dies sine linea, not a day without a line.’ The way that he has captured ‘Erna’s’ nose, mouth, chin, bosom and cheekbone, knee and foot has been perfected in thousands of drawings, observed and captured thousands of times. He has the symbols, the sacred signs for capturing the essence of something, at his fingertips. He had devised them himself.

Gerd Presler

Literatur: Magdalena M. Moeller: Von Dresden nach Davos, Ernst Ludwig Kirchner, Zeichnungen. Hirmer Verlag. München 2004.

Preis: nicht vermerkt


Band 11
15 16 17 18 19
ERNST LUD... ERNST LUD... ERNST LUD... ERNST LUD... ERIKA GIO...