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10 Jahre
Kunsthandel W.& K.

Ausstellungskatalog
Gustav KLIMT
Egon SCHIELE

Salzburg World
Fine Art Fair

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Künstlerbiographien
 

Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art (neben dem Café Central)
, A-1010 Wien (Anfahrtsplan anzeigen)

Katalog: Band 11
Art. Nr.: 25
GUSTAV KLIMT Wien 1862 – 1918 Wien
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WEIBLICHER AKT, AUFGESTÜTZT LIEGEND, 1908/09

Blauer Farbstift auf Papier, 370 x 560 mm
Signiert rechts unten: Gustav Klimt

In seinen frühesten, um 1908-09 entstandenen Aktstudien zum Gemälde „Tod und Leben“ (1908-1916) hat Klimt immer wieder versucht, seine wie in Trauer zusammengekauerten Modelle in einer durchgehenden Umrisslinie zu erfassen. Dass es ihm in dieser Phase besonders um die Beziehung zwischen Raum und Fläche ging, zeigt eine Anzahl von Figurenstudien, die mit den Zeichnungen zu „Tod und Leben“ in einem formalen Zusammenhang stehen (Strobl Nr. 1888-1895).

Eines der extremsten Beispiele dieser Versuche stellt die hier gezeigte, in blauem Farbstift ausgeführte Aktstudie dar, in der Klimt die Umrisslinien des dargestellten Modells einer strikten Geometrie unterwirft. Die perspektivische Verkürzung des seitlich aufgestützten Oberkörpers veranlasst den Künstler zu einem spannungsvollen Dialog zwischen den parallel angeordneten Raumschichten. Den rechten vorderen Abschluss des Gebildes beschreibt die kontinuierlich verlaufende Wellenlinie von Hinterkopf, Rückenmuskulatur und Oberarm, weiter hinten gefolgt von der gleichfalls vertikal angeordneten, symmetrisch umrissenen Brustpartie, dem Bauchsegment und dem rechten Oberarm, hinter dem die dunkel akzentuierte Schampartie gerade noch hervorschaut. Abgerundet wird dieser Raumkomplex von den horizontal geschichteten Oberschenkeln; der linke Unterschenkel fällt, unsichtbar für den Betrachter, hinter der breiten Basis der aufgewühlten Bettdecke herunter. Charakteristischerweise hat Klimt die unterschiedlichen Tiefenstufen ausgesprochen flächig positioniert: in der gesamten Komposition sprechen auch die leeren Felder – die „Nicht-Formen“ – gleichsam mit.
Marian Bisanz-Prakken


Literatur: Alice Strobl: Gustav Klimt. Die Zeichnungen.1904 – 1912. Band 2. Verlag Galerie Welz. Salzburg 1982, S. 214, 215, WVZ Nr. 1891.

RECLINING FEMALE NUDE, 1908/09
Blue crayon on paper, 370 x 560 mm
Signed (lower right): Gustav Klimt

In his earliest studies of nudes for the painting Death and Life (1908–1916), sketched in around 1908–09 Klimt tried time and again to render his models, who are stooped as if grieving, in a single outline. The fact that in this phase he was particularly concerned with the relationship between space and surface is reflected by a number of figure studies which show a formal relationship with the drawings for Death and Life (Strobl Nos. 1888–1895).
One of the most extreme examples of these attempts is this nude rendered in blue crayon in which Klimt imposes a strict geometry on the sitter. The foreshortening of the propped up upper body allowed the artist to create an exciting dialogue between the parallel layers of space. The structure at the front right is a continual line from the back of the head, back musculature and upper arm, followed by the vertical and symmetrical breasts, section of the belly and the right upper arm with the dark pubic hair only just emerging behind. This spatial construct is rounded off by the two horizontal thighs; the left calf is concealed from the viewer beneath the broad base of the crumpled blanket. Characteristically Klimt has interpreted the gradations of depth in a planar way. Throughout the composition the empty areas – the ‘non-forms’ – also play an important role.

Marian Bisanz-Prakken


Literatur: Alice Strobl: Gustav Klimt. Die Zeichnungen.1904 – 1912. Band 2. Verlag Galerie Welz. Salzburg 1982, S. 214, 215, WVZ Nr. 1891.






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