Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »
Home

Geschäftsführung

10 Jahre
Kunsthandel W.& K.

Ausstellungskatalog
Gustav KLIMT
Egon SCHIELE

Salzburg World
Fine Art Fair

Sie möchten verkaufen?

Künstlerbiographien
 

Anbieter: Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art (neben dem Café Central)
, A-1010 Wien (Anfahrtsplan anzeigen)

Katalog: Band 11

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Portrait, Bildnisse

Art. Nr.: 27
GUSTAV KLIMT Wien 1862 – 1918 Wien
Weiter suchen nach:
  gustav klimt
  portrait
  grafik
  studie
  bleistift
  zeichnung
  albertina
  sofa
  gebirge
  gerbert frodl
STUDIE ZUM BILDNIS AMALIE ZUCKERKANDL, 1913/14

Bleistift auf Papier, 566 x 373 mm
Provenienz: Georg und Franziska Klimt (Bruder und Schwägerin Gustav Klimt); nachfolgender Besitzer ist ein entfernter, angeheirateter Verwandter in Wien.
Die Zeichnung wird in den Nachtrag des Klimt – Werkverzeichnisses von Marian Bisanz – Prakken / Albertina, Wien aufgenommen.

Amalie Zuckerkandl war die Gattin des renommierten Urologen Otto Zuckerkandl. Die Frau seines Bruders, die Journalistin Berta Zuckerkandl, hat sich für Gustav Klimt besonders eingesetzt. Klimts Bildnis von Amalie Zuckerkandl blieb, bedingt durch den Tod des Künstlers (1918), unvollendet; es befindet sich heute im Belvedere. Die meisten Studien zu diesem Gemälde – das erst 1917 in Angriff genommen wurde – entstanden um 1913/14, so auch das hier erstmals präsentierte Blatt. Charakteristisch für diese Zeichnungen ist die Art, in der die frontal oder in einer leichten Schrägstellung sitzende Figur mit dem Sofa und der hochgetürmten Polsterlandschaft gleichsam zu einem Gebirge zusammenwächst.

Auch in unserer Arbeit gilt Klimts zeichnerische Dynamik vor allem den lässig offenfallenden, üppig herunterwallenden Schichten der Bekleidung. Zu dieser nervös strichelnden, vibrierenden Bleistiftführung steht die hermetische Geschlossenheit der flächig gebundenen Gesamtform in einer spannungsvollen Beziehung. Die pathetisch wirkenden Bewegungsströme finden ihren Ruhepunkt im souverän abgehobenen Frauenantlitz, in dem – bei aller Distanziertheit – ein leichtes Lächeln aufblitzt. Diese Lebendigkeit des Ausdrucks, in dieser Zeichnung durch wenige Striche erzielt, weicht der maskenhaften Starre im gemalten Bildnis.
Marian Bisanz-Prakken

Literatur: Alice Strobl: Gustav Klimt. Die Zeichnungen. Bd. 3. Salzburg 1982, vgl. S. 84-89; Tobias G. Natter und Gerbert Frodl (Hg.): Klimt und die Frauen. Katalog zur Ausstellung der Österreichischen Galerie Belvedere. Wien 2000, vgl. S. 146, 147, 204.


STUDY FOR THE PORTRAIT OF AMALIE ZUCKERKANDL, 1913/14
Pencil on paper, 566 x 373 mm
Provenance: Georg and Franziska Klimt (Gustav Klimt’s brother and sister-in-law); the next owner was a distant relative by marriage, Vienna.
This drawing will be included in the supplement to the Klimt catalogue raisonné by Marian Bisanz – Prakken / Albertina, Vienna.

Amalie Zuckerkandl was the wife of the renowned urologist Otto Zuckerkandl. His brother was married to the journalist Berta Zuckerkandl, who was a great supporter of Gustav Klimt. Klimt died before he could finish the portrait of Amalie Zuckerkandl (1918), which is today at the Belvedere. The artist drew this sketch, which is presented here for the first time, in around 1913/14 like most of the studies for this painting. Klimt, however, didn’t start working on the painting itself in earnest until 1917. What is characteristic of these drawings is the way in which the sitter, in a frontal, slightly inclined pose, merges with the sofa and pile of cushions to create a mountainous shape. Klimt’s dynamic use of the pencil can also be seen in this drawing in the lavishly cascading layers of clothing which fall open with casual ease. The quivering strokes of the pencil combine with the hermetic, planar overall form to create an exciting sense of tension. The stirring currents of movement come to rest in the self-composed head of the woman, which, for all her aloofness, has a hint of a smile on her lips. This lively expression in the drawing, captured in just a few lines, was replaced by the fixed mask-like face in the painted portrait.

Marian Bisanz-Prakken

Literatur: Alice Strobl: Gustav Klimt. Die Zeichnungen. Bd. 3. Salzburg 1982, vgl. S. 84-89; Tobias G. Natter und Gerbert Frodl (Hg.): Klimt und die Frauen. Katalog zur Ausstellung der Österreichischen Galerie Belvedere. Wien 2000, vgl. S. 146, 147, 204.




Band 11
25 26 27 28 30
GUSTAV KL... GUSTAV KL... GUSTAV KL... OSKAR KOK... ALFRED KU...