Stücksuche:
Bitte mind. 2 Zeichen eingeben. Weitere Suchmöglichkeiten »
Home

Geschäftsführung

10 Jahre
Kunsthandel W.& K.

Messe Hofburg

Salzburg World
Fine Art Fair

Sie möchten verkaufen?

Künstlerbiographien
 

Wienerroither & Kohlbacher GmbH
Kunsthandel - Austrian Fine Art
, A-1010 Wien, Website öffnen

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Erotik, Akte

Art. Nr.: 41
EGON SCHIELE Tulln 1890 – 1918 Wien
Weiter suchen nach:
  egon schiele
  akte
  grafik
  expressionismus
  aquarell
  bleistift
  wiener secession
  objekt
  jugendstil
  akt
  jane kallir
LIEGENDE (DIE VERSUCHUNG), 1913

Aquarell und Bleistift auf Papier, 467 x 310 mm
Signiert und datiert Mitte links: EGON | SCHIELE | 1913

Für Egon Schiele, den Hauptvertreter eines spezifisch österreichischen Expressionismus, blieb die graphische Flächenkunst der Wiener Secession, in der sein künstlerisches Schaffen wurzelt, stets die tragfähige Grundlage. Ausdrucksträger sind subtile lineare Zeichen auf der Bildfläche, nicht farbige Eruptionen, wie etwa im deutschen Expressionismus. Das dargestellte Objekt steht als kalligraphisches Kürzel vor dem leeren Bildgrund und erzeugt eine formale Spannung, die mit den dekorativen Intentionen des Jugendstils freilich nichts mehr gemein hat. Auch die inhaltliche Komponente, die von Eros und Thanatos determinierte Natur, sprengt die geistigen und kulturellen Grenzen der Wiener Jahrhundertwende. Die sexuelle Bedingtheit seelischer Konflikte, die der Jugendstil ästhetisch verschlüsselt hatte, brach bei Schiele als radikale Befragung der Existentialität durch. Der weibliche Akt, der mehr staunend als lasziv sein Geschlecht entblößt, kehrt in seinem Werk immer wieder. Die Auseinandersetzung mit dem Sexus ist nicht wirklich erotisch, geschweige denn obszön zu nennen. Jeglicher Voyeurismus ist Schieles Aktdarstellungen fremd. Es ging dem Künstler nie um sinnliche Lust oder um eine schwelgerische Apotheose des Fleisches, sondern um die Kreatürlichkeit des beseelten Leibes jenseits traditioneller moralischer und kulturgeschichtlicher Konventionen. In charakteristischer Weise anschaulich wird dies in dem aus dem produktiven Jahr 1913 stammenden Blatt eines Frauenaktes, dessen Kontur mit scharfen, sicheren Bleistiftstrichen umrissen wird, aller körperhaften Modellierung entbehrt und nur spärlich mit Wasserfarben kolorierte Akzente aufweist.
Edwin Lachnit
Literatur: Jane Kallir: Egon Schiele. The complete works. New York 1998, WVZ Nr. 1256.

RECLINING WOMAN (TEMPTATION), 1913
Watercolour and pencil on paper, 467 x 310 mm
Signed and dated (centre left): EGON | SCHIELE | 1913

For Egon Schiele, the main exponent of a specifically Austrian Expressionism, the graphic planar art of the Vienna Secession was the origin of his art and also remained a solid foundation for his work. The vehicles of expression are subtle linear signs on the picture surface and not the colourful eruptions that characterized German Expressionism. The object in the picture is like a calligraphic simplification before an empty background and evokes a sense of formal tension far removed from the decorative intentions of Jugendstil.
The subject-matter of nature determined by Eros and Thanatos also broke through the spiritual and cultural limits of fin-de-siècle Vienna. The sexual causes of psychological conflicts, which had already been aesthetically enciphered by Jugendstil, emerged in Schiele’s work as a radical questioning of existentiality. The female nude who reveals her sex, more astonished than lascivious, recurs in his work. His interest in sexuality is not really erotic let alone obscene. There is not a touch of voyeurism in Schiele’s nudes. The artist was not interested in sensual lust or the voluptuous apotheosis of the flesh but the individual, innate soul of the body, far removed from traditional moral and cultural-historical conventions. A vivid example is presented by this drawing of a female nude from the productive year of 1913. She has been outlined with incisive, assured lines; there is no modelling of the body and there are only touches of watercolour.
Edwin Lachnit
Literatur: Jane Kallir: Egon Schiele. The complete works. New York 1998, WVZ Nr. 1256.




Preis: nicht vermerkt


Band 11
39 40 41 42 43
EGON SCHI... EGON SCHI... EGON SCHI... EGON SCHI... ALFONS WA...