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Art. Nr.: 746
Massys, Jan
um 1505 Antwerpen - 1575 Antwerpen
Caritas, Öl auf Holz. 156 x 123,5cm. Rahmen.
Das hervorragende, großformatige Tafelbild zeigt eine Allegorie, die den Betrachter zu tugendhaften Handeln anregen soll. Die christliche Morallehre wurde in vielen Bildern dargestellt und verdichtet sich in den Moralvorstellungen der Tugenden und Sünden. Da diese Werte nicht ohne weiteres vergegenständlicht werden konnten, verschlüsselt sie Massys in dieser allegorischen und symbolischen Darstellung. Zu sehen ist die Überwindung der irdischen Geschlechterliebe (als Akt links) durch die theologischen Tugenden Glaube (fides), Hoffnung (spes) und Nächstenliebe (caritas).
Jan Massys (auch Matsys oder Metsys), Sohn des Malers Quentin Massys, war ein bedeutender flämischer Maler des Manierismus. Von der Inquisition aus der Heimat vertrieben, gelangt er 1550 nach Genua an den Hof des Admirals des Kaisers und Herrschers von Genua, Andrea Doria. Für sechs Jahre wird er dessen Hofmaler, bevor er wieder in seine Heimatstadt zurückkehrte. Er war einer der Ersten, die den Manierismus des Primaticcio in Flandern bekannt machten. Unsere Darstellung fasziniert durch seine ungewöhnliche Regungslosigkeit und Härte, die an Marmor denken lässt. In der links stehenden nackten Figur sind Anklänge an die reizvollen Akte Massys zu erkennen.
Provenienz: -Rheinische Privatsammlung
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