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Art. Nr.: 1059
Morisot, Berthe Marie Pauline
1841 Bourges - 1895 Paris
Jeune fille en blanc. 1891, Porträt einer sitzenden jungen Dame im weißen Kleid. Im Hintergrund sine Säule mit einer Skulptur. Signaturstempel unten rechts: Berht Morisot. Öl auf Leinwand. 65 x 54cm. Rahmen.
' Provenienz: Ambroise Vollard, Paris; Sammlung Lopez; Auktion Christie's, London, 4. Dezember 1979, Lot 15; Galerie H. Odermatt-Cazeau, Paris; Auktion Enghien, 27. März 1990, Lot 4 ; Auktion Sotheby's, London, 4. Dezember 1990, Lot 7; Mme. Monique Lafond, Paris; Auktion Sotheby's, London, 9. Mai 2001, Lot 345; Privatsammlung Schweiz.
Ausstellungen: Paris, Galerie H. Oderdmatt-Cazeau: Berthe Morisot. Nummer 7; Tokio, Isetan Museum of Art: Les Femmes Impressionistes, 1995. Nummer 20; Lodève, Musée de Lodève : Berthe Morisot. Regards pluriels, 2006. Nummer 12, abgebildet im Katalog S.157.
Literatur : Bataille, Marie-Louise und Georges Wildenstein: Berthe Morisot. Catalogue des peintures, pastels et aquarelles, Paris 1961, Nummer 289, Abb. 302 ; Clairet, Alain, Delphine Montalant und Yves Rouart : Berhe Morisot. Catalogue raisonné de l'ouvre peint, Paris 1997, Nummer 293, S. 258.
Berthe Morisot war verheiratet mit Eugène Manet, dem Bruder des Malers Édouard Manet, mit dem sie Zeit ihres Lebens eine enge Freundschaft verband. Als Mitglied der '' haute bourgeoisie '' im Paris des späten 19. Jahrhunderts arbeitete sie hauptsächlich in ihrem eigenen privaten Umfeld. Hier war sie als Porträtistin besonders für ihre atmosphärischen Bildnisse junger Damen und Kinder bekannt. Diese Bilder entstanden zumeist in ihrem salonartigen Atelier, das der Ausstellungskatalog wie folgt beschreibt: ''Berthe worked at home, in her lounge which served her as a studio. Since it was oriented full South, light was evened by cream-colour blinds, there was no dark corner. This is the place where she had her models sit for her, or rather, where she seemed to capture them in fleeting attitudes, so successful was she in the snapshot rendering of them (...)'' So kann man davon ausgehen, daß das vorliegende Gemälde der jungen, leicht verträumt blickenden Dame mit hochgestecktem Haar und gelben Handschuhen ebenfalls dort entstand. So wie der blaue Sessel findet sich auch auf verschiedenen weiteren Werken das einzig fassbare Objekt im Hintergrund wieder. Die dort auf einem hohen pfeilerartigen Sockel stehende weiße Skulptur, von der nur die Beine zu sehen sind, dürfte die gleiche antike Marmorskulptur sein, die auch auf dem Porträt des Paule Gobillard von 1886 im Musée Marmottan, Paris, erscheint.
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