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300 Jahre Dorotheum

NACHBERICHT 24.-26.11.08
Rekordpreis für Kolo Moser

NACHBERICHT 15.10.08
Amerling-Gemälde
 
 
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Anbieter: Dorotheum GmbH & Co KG (Wien)
IA - International Auctioneers
, A-1010 Wien

ACHTUNG: Die Auktion fand bereits am 31. März 2008 statt! -->Ergebnisliste hier

Kaufobjekt
Katalog: Archiv: Meisterzeichnungen, Druckgraphik bis 1900, Aquarelle und Miniaturen

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Kunst des 19. Jahrhunderts
Meisterzeichnung
Kunst, Musik, Theater

Art. Nr.: 179
Franz Pforr
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  19 jahrhundert
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  gouache
  bleistift
  skizzen
  friedrich overbeck
(Frankfurt 1788–1812)
und Joseph Wintergerst
(Wallenstein 1783–1867 Düsseldorf)
Götz und Bruder Martin, aus Goethes “Götz von Berlichingen”, Szene 2, I. Akt, Gouache über Bleistift, auf Papier, 20,6 x 14,1 cm, kaschiert, auf Unterlage l. fixiert, Passep., gerahmt, (Sch)


Laut einem Gutachten von Prof. Dr. Phil. Dr. H. C. Jens Christian Jensen

ist das Motiv und die dem vorgestellten Blatt zugrunde liegende Pause

ein Werk Franz Pforrs, während die Kolorierung von der Hand Joseph Wintergersts stammt.

Pforr hatte von seinen 10 Skizzen für Illustrationen zu Goethes „Götz von Berlichingen“, bevor er sie an Goethe nach Weimar schickte, Pausen hergestellt, um auch während seines Romaufenthaltes weiter an den Entwürfen arbeiten zu können. Pforr war Mietglied des Lukasbundes und hatte sich 1811 in Rom gemeinsam mit Wintergerst und Friedrich Overbeck der Klostergemeinde S. Isidoro angeschlossen. Es war auch Wintergerst, der den kranken Pforr bis zu seinem Tode pflegte, und sicherlich auch einiges aus dessen Nachlass bewahrte, so laut Jensen wohl auch 10 Pausen. Acht dieser Pausen haben sich in der Sammlung Lahmann erhalten und wurden nach Lahmanns Tod zwischen der Bremer Kunsthalle und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden aufgeteilt. Zwei Pausen fehlen. Es handelt sich genau um „Götz und Bruder Martin“ sowie um „Herberge und Bauernhochzeit“. Für die Kolorierung des Blattes kommt, laut Jensen, Pforr nicht in Frage. Sowohl die Ausführung der Figuren, die schmale Raumbühne als auch die bunte Farbigkeit der Komposition sprechen seiner Meinung nach für Wintergerst als Urheber, der sich auch in seinem späteren Werk immer wieder mit Themen Pforrs auseinander gesetzt hat.
Schätzpreis: von € 4.000,00 bis € 6.000,00



Archiv: Meisterzeichnungen, Druckgraphik bis 1900, Aquarelle und Miniaturen
174 176 179 180 181
Johann He... Frank-Ant... Franz Pforr Giacomo F... England, ...