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Art. Nr.: 404
Bruno Gironcoli
(Villach 1936 geb.) Ohne Titel Polyester silberfarben 112 x 105 x 33 cm 1967-1968 Edition von 2
Anmerkung: Die weitere Bearbeitung des Objekts als ein aneinanderreihbares Stück führt 1972 zu der "Figur aus gleichförmigen Teilen" (WVZS 27)
Literatur: Bettina M. Busse, Bruno Gironcoli. Die Skulpturen 1956-2008, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, 2008, WVZ S-26, S. 272; Katalog, Galerie im Taxispalais, Innsbruck, 1969, Abb. o.S. Ausgestellt: 1969: Galerie Nächst St. Stephan, Wien; Galerie im Taxispalais, Innsbruck
Nach einer Goldschmiedelehre nimmt Bruno Gironcoli 1956 sein Studium an der Hochschule für angewandte Kunst, Fachrichtung Malerei, in Wien auf. Er unterbricht sein Studium für einen einjährigen Aufenthalt in Paris. Zurück in Wien nimmt er sein Studium wieder auf, wechselt aber in die Klasse für Metallbearbeitung und beginnt 1961 Objekte aus Holz, Nylon, Eisen, Aluminium, Glas etc. herzustellen, ab 1964 verwendet er auch Polyester. 1977 übernimmt er von Fritz Wotruba die Leitung der Bildhauerschule an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, in dem selben Jahr findet die erste Retrospektive seiner Arbeiten im Museum des 20. Jahrhunderts statt.
"Gironcoli selbst bezeichnet seinen Griff zur Skulptur als rückschrittlich. Im Unterschied zu den Künstlern, die ihr Wirkungsfeld in neueren Medien wie Video, Film, konzeptuelle Kunst, Performance oder Aktion abstecken, greift er auf eine traditionelle Form künstlerischen Ausdrucks zurück. (¿) Wesentlich, möglicherweise auch für seine definitive Entscheidung zur Skulptur, war der Parisaufenthalt. Neben dem Studium der internationalen Moderne und zeitgenössischer Philosophie entdeckte er hier vor allem einen der großen Bildhauer des 20. Jahrhunderts für sich: Alberto Giacometti, der ihn tief beeindruckte und dessen Werk Kernthemen von Gironcolis späteren Arbeiten vorwegnimmt.
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