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Art. Nr.:
Seitengaleriewand: »WIEN« 2007 aus real landscape vienna
Susanne Riegelnik
In der Verdichtung von Städten und Ländern wird der Raum der Tatsache zu einem Raum der Illusion, in dem Helligkeit und Dunkelheit nicht mehr als Gut und Böse zu deuten sind.
Die Künstlerin nimmt ihren Städten und Landstrichen ihre Inhalte, sie haben keine Eigenschaften mehr, werden nicht mehr bewertet, weder nach ihrer architektonischen Handschrift noch nach ihrem sozialem Gefüge. Sie sind weder hässlich noch schön, weder arm noch reich. Sie erzählen keine Geschichten und haben selbst auch keine. Anhaltspunkte geben ihre abstrakten Bildtitel.
Diese Werke zeugen in ihrer feinen Ästhetik von einer starken Einwirkung des Unterbewusstseins; in ihnen spiegelt sich verhalten Verdrängtes und Beobachtetes wieder. Auf diesem Feld der Interpretationsmöglichkeiten hat der Mensch keine Bedeutung mehr. Er könnte in einer Welt, deren Dimensionen er nicht mehr erfasst, die Kontrolle verlieren. Anonymität und Distanz als Schutz vor Intimität und Verletzbarkeit. So ist es sicherlich besser, nicht zu tief einzudringen und der Stadt ihre Eigendynamik und Autonomie zu belassen.
Die Vorzeichnung mit Bleistift dient als technisches Gerüst, durch Druck werden Acryltropfen direkt aus der Flasche über die Malfläche dirigiert. Das bedeutet wochenlange Arbeit unter schwerem körperlichen Einsatz. Geballte Konzentration hundertfach wiederholter, gestischer Malbewegung. Ein Mikrochip einer technoiziden, rätselhaften Welt mit ungewisser Zukunft. Bewusste Negation aller Emotionalität, dadurch bewusste Infragestellung derselben
Preis: nicht vermerkt
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