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Moderne I

 

Anbieter: Antiquariat Weinek, D-5020 Salzburg (Anfahrtsplan anzeigen)

Katalog: Literatur
Art. Nr.: 56
Mann, Thomas
Buddenbrooks.

Verfall einer Familie. Roman. Erster
und zweiter Band. 2 Bde. Berlin, Fischer, 1901. 8°. 566, 539 S. OLwd.
€ 12.400,–
EA. WG II 3. Potempa D 1. - Priv. Widm. u. Besitzsign. a. V., geringfügig berieben u. bestossen.
Sehr schöne Exemplare. - Mann (1875 - 1955): Die Herkunft aus dem Patriziat
der Stadtrepublik Lübeck – der Vater war Finanzsenator und Inhaber einer traditionsreichen
Getreidefirma – prägten M. nachhaltig. Sein Habitus war stets der eines gepflegten
Bürgers, obgleich er seine künstlerischen Neigungen und ihre Verankerung in der
Philosophie Arthur Schopenhauers und Friedrich Nietzsches sowie in der Musik Richard
Wagners als antibürgerlich empfand. Nach dem unerwartet frühen Tod des Vaters (1891)
blieb er zunächst als verbummelter Gymnasiast in Lübeck und folgte 1894, ohne Abitur,
der Mutter nach München, wo er in den Kreisen der Schwabinger Künstlerboheme
verkehrte und bald mit einer Erzählung an die Öffentlichkeit trat (Gefallen, 1894). Den
künstlerischen Durchbruch brachte Der kleine Herr Friedemann (1897). Zahlreiche weitere
Erzählungen folgten in den Jahren um die Jahrhundertwende. Mehrere Italienreisen,
zeitweise zusammen mit dem älteren, als Schriftsteller bereits nicht mehr unbekannten
Bruder Heinrich, bildeten den entstehungsgeschichtlichen Hintergrund des Romans Buddenbrooks
(erschienen 1901), der den programmatischen Untertitel Verfall einer Familie
trug und die Geschichte der eigenen Familie als Material für eine große Dekadenzanalyse
verwendete. Mit dem rasanten Erfolg von Buddenbrooks seit der zweiten Auflage
von 1903 kamen Wohlstand und Ruhm ... Neben zahlreichen publizistischen Beiträgen
zum ersten Weltkrieg schrieb er damals sein theoretisches Hauptwerk, die Betrachtungen
eines Unpolitischen (1918), eine umfangreiche Rechtfertigung seines Lebens und
Schaffens. Dieses bis heute umstrittene Buch ließ
ihn in der Nachkriegszeit zunächst als Anhänger
der antidemokratischen „konservativen Revolution“
erscheinen. Nach allerlei gedanklichen Experimenten
und mehrjähriger Unsicherheit bekannte er sich
in einer aufsehenerregenden Kehrtwendung 1922
zur Weimarer Republik. Er versöhnte sich mit dem
Bruder vHeinrich und engagierte sich in den Jahren
vor 1933 in zahlreichen Reden und Stellungnahmen
publizistisch für die Sozialdemokraten, gegen
die Deutschnationalen und die Nationalsozialisten.
Es waren die Jahre seiner größten öffentlichen Wirkung.
1924 erschien der große Zeitroman Der Zauberberg
und wurde ein internationaler Erfolg. Eine
Paris-Reise im Jahr 1926 zeigte Mann als Botschafter
einer Politik der Aussöhnung mit Frankreich. Das
Jahr 1929 brachte den Nobelpreis... (DBE)
Verkaufspreis: € 12.400,00



Literatur
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Kafka, Franz Kafka, Franz Mann, Thomas Mann, Thomas Meisterei...