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Art. Nr.: 628
Hofmann, Ludwig von
1861 Darmstadt - 1945 Pillnitz
Sommer in Arkadien
Monogrammiert und datiert unten links: L.v.H. 19(?)6. Öl auf Leinwand. 89 x 67cm. Rahmen.
Ludwig von Hofmann wurde im Oktober 1903 an die Großherzogliche Kunstschule in Weimar berufen. Gemeinsam mit Henry van de Velde sollte das künstlerische Reformprojekt, das "Neue Weimar" realisiert werden. Bis 1916 verbrachte er wichtige Lehr- und Schaffensjahre in diesem kulturellen Zentrum, wo er auf zahlreiche andere Künstler, Literaten und Musiker traf. Während dieser Zeit schuf er eines seiner wichtigsten Ensembles, einen sechsteiligen idealistisch-arkadischen Wandbildzyklus, der den gemeinsam mit Henry van de Velde realisierten Museumssaal auf der "Dritten Deutschen Kunstgewerbeausstellung" 1906 in Dresden schmückte. Das vorliegende Gemälde lässt sich stilistisch in eben diese Jahre 1905/06 einordnen, in denen sowohl der Wandbildzyklus auch das vergleichbare Gemälde "Sommer" (1905) entstanden ist. Diese Arbeiten "entfalten eine symbolistische, ästhetische Wirkung und künden von einer utopischen Vorstellung einer zum aktuellen Stand der Zivilisation alternativen Welt. Desgleichen erhitzten seine rhythmisierten, entwirklichten Arbeiten immer wieder die Gemüter und erregten aufgrund des von Frankreich inspirierten hellen Kolorits und der lockeren, befreiten Pinselführung großes Aufsehen. (...) (Hofmann) nimmt um 1900 (...) künstlerisch eine bedeutende Vermittlerrolle zwischen Jugendstil, Stilkunst und Expressionismus ein."
Literatur: Ausst.-Kat. Darmstadt 2002, Ludwig von Hofmann 1861-1945. Arkadische Utopien in der Moderne, Institut Mathildenhöhe, Darmstadt 2006, Zitat aus dem Umschlagtext.
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