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Art. Nr.: 1129
Walzenkrug mit dem Gnadenbild von Landshut
Salzburg, Werkstatt Pisotti d. Ä., um 1800 - Standring aus Zinn. Auf der manganjaspierten Wandung ausgesparte Kartusche mit in Blautünen, Ocker, Grün und Mangan gemaltem Gnadenbild der Ursulinerinnen von Landshut, seitlich je ein Blütenzweig. Gestufter Zinndeckel mit Monogramm "G.R.". H. 21 cm (14375175) - Das Gnadenbild der Ursulinerinnen von Landshut (die Muttergottes mit dem geneigten Haupt) hat eine Vorgeschichte: um 1610 hatte der Karmelit P. Dominikus von Jesu Maria Ruzzola hatte ein Marienbild in Rom unter dem Schutt eines verfallenen Hauses gefunden. Er nahm das Ölgemälde zu sich, verehrte es innig und glaubte seine Gebete erhört. Bald schon ließ er das Bild zur öffentlichen Verehrung in der Kirche Maria Della Scala in Rom aufstellen. Um 1630 kam es zu den Karmeliten nach München, im Jahre darauf nach Wien - zunächst in die Privatkapelle Kaiser Ferdinand II. Eine frühe getreue Nachbildung dieses in Wien hochgeschätzten Bildes befindet sich seit 1680 in Landshhut. Der Chorherr des Kollegiatsstiftes von St. Martin, Dr. Johann Jakob Schmidhofer, hatte es von einem Wiener Maler erworben und der Ursuline M. Viktoria Jäger übereignet. Die Schwestern verehrten das Marienbild und erlangten Hilfe in vielfältigen Anliegen. Im Jahre 1699 gestattete der Generalvikar von Freising, das wundertätige Bild auf dem Hochaltar der Klosterkirche zur öffentlichen Verehrung auszusetzen. Die Verehrung wuchs dermaßen an, dass viele Wallfahrer - auch von weit entlegenen Orten - sich in Landshut einfanden. -
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