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Karl & Faber Kunstauktionen GmbH, D-80333 München, Website öffnen

Auktionsablauf:

Auktion 217 Mittwoch, 28. Mai 2008: Alte Meister ab 10.00 Uhr
Kunst des 19. Jahrhunderts ab 14.00 Uhr.

Auktion 218 Donnerstag, 29. Mai 2008 Moderne & zeitgenössische Kunst
(Werke bis ca. 2.500,- €) ab 10.00 Uhr

Auktion 219 Donnerstag, 29. Mai 2008 Moderne & zeitgenössische Kunst
(ausgewählte Werke) ab 15.30 Uhr

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: 28. 05. 2008 - 29. 05. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
Kunst des 16. Jahrhunderts
religiöses, philosophisches oder mythologisches Thema

Art. Nr.: 42
ALBRECHT DÜRER 1471 - Nürnberg - 1528
Christus am Kreuz.

Kupferstich auf Papier ohne Wz. (1508). Ca. 13,9 : 10,2 cm.

Bartsch 24; Meder 23 a-b (von e); Schoch/Mende/Scherbaum 61 a-b (von e). Prachtvoller, tiefschwarzer Frühdruck in einem gleichmäßigen, gegensatzreichen Abzug und mit einem ca. 3 mm breiten Rändchen um die Plattenkante, die an den beiden oberen Ecken abgerundet ist. Diese pathetisch anmutende Kreuzigungsszene bildet eine Ausnahme in der Druckgraphik Dürers. Die wilde Dynamik früherer Darstellungen, die Christus mit wehendem Haar und Lendentuch zeigt, ist einer bleiernen Schwere gewichen. Das Kreuz ragt kühn in den Bildraum und schafft einen eigenen Bereich für die Trauernden, ein Kunstgriff, den Dürer wahrscheinlich während seiner Gesellenfahrt am Niederrhein kennengelernt hat. Dieses seltene Einzelblatt erzielte schon zu Lebzeiten des Künstlers einen enormen Wirkungsgrad. Die Übertragung der Vorlage in edles Material, beispielsweise die 1636 in Silber gravierte Kreuzigung nach diesem Stich, ist ein Beleg für die Wertschätzung des Blattes. Wegen des nicht erkennbaren Wasserzeichens ist eine eindeutige Zuordnung zu a oder b nicht möglich. Aufgrund der hervorragenden Druckqualität liegt der Zustand zwischen a und b. Mit einem winzigen Braunfleckchen im Unterarm des Johannes sowie an der oberen rechten Kante, ansonsten in tadellosem Zustand. In solcher Qualität und Provenienz von größter Seltenheit. Provenienz: Aus der Sammlung Graf von Lepell, verso mit dem Stempel (Lugt 1672); aus der Sammlung J. O. Entres, verso mit dem Stempel (Lugt 2941); aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts der staatlichen Museen, Berlin, verso mit dem Stempel (Lugt 1606); sowie mit dem Tilgungsstempel des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen, Berlin, verso mit dem Stempel (Lugt 2398), verso mit einem russischen Sammlerstempel (nicht bei Lugt), sowie mit einem nicht identifizierbaren Stempel.
Schätzpreis: von € 18.000,00 bis € 20.000,00


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