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300 Jahre Dorotheum
Jahresrückblick 2007

26.-30. November 2007:
Jubiläumsauktion Teil IV
 
 
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Dorotheum GmbH & Co KG (Wien)
IA - International Auctioneers
, A-1010 Wien, Website öffnen

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: 28. 05. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Bildhauerei, Skulptur, Plastik
Design: Möbel und Objekte
zeitgenössische Kunst (1945 - heute)

Art. Nr.: 136
John Chamberlain
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  donald judd
(Rochester 1927 geb.)
Sparkle Plenty, 1993, Stahl bemalt und verchromt, 23 x 19 x 16 cm, Nr. 24223, (PP)


Provenienz:

Pace Wildenstein, New York; Privatsammlung, Europa (dort erworben)

Im Jahr 1954 machte Chamberlain eine Art von Skulptur, die unter dem Einfluß von David Smith stand. Sie war offen, linear und gliederte sich mehr oder weniger in einer Ebene. (...) Später interessierte sich Chamberlain für de Koonings umfängliche Malereien aus den Jahren 1955 und 1956, wie etwa Gotham News. Da er selber ein bißchen gemalt hatte, beeindruckte ihn die Schnelligkeit, mit der man ein Gemälde in Angriff nehmen konnte. Er mochte die methodischen Anstrengungen, die die Skulptur verlangt, noch deren Effekt.

Er kam darauf, daß die Verwendung von zusammengepreßtem und bemaltem Metall ein Weg war, schon im Anfangsstadium etwas in der Hand zu haben; ein Weg, um den Eindruck allzu brillanter Handwerklichkeit zu vermeiden.(...) In den Skulpturen Chamberlains zeigt sich eine dreifache Polarität zwischen Erscheinung und Bedeutung. Und diese entsteht ohne eine entsprechende Verschiedenheit der Form. Das Werk ist nacheinander neutral, redundant und ausdrücklich strukturiert.

(...) Anfänglich und immer wieder ist das Metall neutral, es ist so gut etwas, wie irgendetwas ist.

Ein Stück erscheint immer, wie wenn es nichts anderes als das sein könnte.(...) Die Skulptur ist redundant. (...) Das Metall scheint überflüssig, weil es verfaltet ist, da es flach größer wäre, oder wenn es nur die Abmessungen einnehmen würde, die es jetzt inne hat, kleiner. Das Metall scheint überflüssig, weil seine Einbuchtungen so viel Raum einschließen; die Form ist nicht nur Metall, sondern ist auch Raum. Das Metall umgibt den Raum wie die Schale eines ausgesaugten Eis, anstatt ihn mit einer Linie, einem Kern oder einer Ebene zu definieren. Die harten, süßen, pastellenen Lacke sind die Farben von Oberflächen, nicht die von festen Körpern. die Teile sind keine absolute Definitionen ihres Raumes, sondern sie scheinen die Möglichkeit der Veränderung, der Expansion und Kontraktion in sich zu haben. (...) Die Farbe ist, wie ersichtlich, ein strukturelles Element. Die Kombination von Pastellfarben mit dunklen und intensiven ist charakteristisch, neuartig und hervorragend. (...) Diese Plastiken sind alle großartig. Die freistehenden Skulpturen haben oft abgesetzte oder abgefallene Partien, horizontale Teile, die vertikale beschneiden oder Teile, die in die Masse hineingestoßen oder aus ihr herausragen oder sich um sie herumwickeln. Die Strukturen und die äußeren Formen entsprechen der Bewegung der Dinge.

Die Oberflächen beschreiben diese Bewegung. Die Bildhaftigkeit bezeichnet diese allein oder ist gleichzeitig auch organisch. Durch die begrenzten Mittel und die objektiven Aspekte ist die Ähnlichkeit mit allem bemerkenswert fernliegend.

Dies erlaubt der Turbulenz des Materials, eine unabhängige Kraft zu

entwickeln.

Art International, No. 10, January 1964, p. p. 38-39 und Donald Judd, Complete Writings 1959-1975, p. p. 108-110, Halifax 1975
Schätzpreis: von € 70.000,00 bis € 100.000,00
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28.05.08 - Zeitgenössische Kunst
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Rainer Fe... Herbert B... John Cham... Daniel Bu... Karel Appel