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Art. Nr.: 103
Jörg Immendorff
(Bleckede/Elbe 1945–2007 Düsseldorf) Ready-Made de l’Histoire dans Cafe de Flore, signiert, datiert Immendorff 87, Öl auf Leinwand, 120 x 100 cm, auf Keilrahmen, (PS)
Echtheitsbestätigung des Künstlers liegt vor
“In der Szenerie Immendorffs spielt das Kaffeehaus eine wichtige Rolle, das Gasthaus, das Bierhaus, bei Jörg Immendorff werden sie die Theaterszenerie, der Club, um zu debattieren. (...) Deshalb sind die Kaffeehäuser Jörg Immendorffs immer gefüllt, nie leer, kein Kellner wartet, alle Kulturkräfte sind um Miteinander engagiert, ohne sich wirklich unbedingt verstehen zu müssen. (Dieter Ronte, in: Ausst.-Kat. Jörg Immendorff - Malerdebatte, Kunstmuseum Bonn 1998, Köln 1998, Seite 23)
“Einen ganzen Parnass nicht malender Maler versammelt Immendorff im Anschluß an Café Deutschland auf der Terasse des Café de Flore. Dort, wo der junge Immendorff als Existentialist mit schwarzem Rollkragenpullover sich einst den Geburtsort der Moderne imaginierte, in Paris im Kultcafé von Saint-Germain-des-Prés, sitzen die Heroen der Kunst des 20. Jahrhunderts vereint in idealen Freundschaftsbildern im Angesicht der Ewigkeit, die ihre Kunst stiftet. Auffällig an diesen von Immendorff zwischen 1987 und 1993 flüssig gemalten, gänzlich ahistorischen und polyperspektivischen Künstlerversammlungen im Café de Flore ist der Anteil gerade jener Künstler, denen das Malen zunehmend zum Problem wurde.“ Immendorff selbst ist mal Gast, mal Kellner. “Voller Respekt bedient er dort die als “entartet” aus Deutschland vertriebenen Maler Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner und den in die innere Emigration abgetauchten Otto Dix (...)
Alle auf der Terrasse des Café de Flore sind große Performer, auch ohne Werk.”
Klaus Hände, in: Jörg Immendorff, Male Lago, Ausst.-Kat.
Nationalgalerie Berlin, 2006, Seite 27
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