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VAN HAM stellt gefälschte Expressionisten sicher
 
 
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Van Ham Kunstauktionen, D-50968 Köln, Website öffnen

ACHTUNG: die Auktion fand bereits am 27.05.2008 statt!
Für etwaige Restverkaufsstücke wenden Sie sich bitte direkt an das Auktionshaus Van Ham!

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Malerei
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Stillleben

Art. Nr.: 228
Münter, Gabriele
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1877 Berlin - 1962 Murnau


Stillleben mit Madonnenfigürchen
1953. Gouache auf dünnem Bütten. 31,5 x 24,5cm. Bezeichnet, datiert und monogrammiert (Künstlersignet) unten links: B. 91/53. 15.V. MÜ. Auf der Rückseite mit dem Nachlass-Stempel sowie mit einem nummerierten Aufkleber: "9/47" versehen. Zudem hier bezeichnet: 7580 und S 4(eingekreist). Rahmen.
Mit der Entdeckung der religiösen Volkskunst 1908 in Murnau tritt eine große und inspirierende Neuerung in Gabriele Münters malerischem Werk. Sie ist die Erste im Künstlerkreis um den "Blauen Reiter", die sich insbesondere mit der Hinterglasmalerei, Votivtafel und Kleinplastik intensiv auseinandersetzt und diese Objekte mit großer Leidenschaft zu sammeln beginnt. Darüber hinaus bindet die Künstlerin von 1910 bis 1914 die populären Gegenstände in ihren Bildern mit ein und kombiniert sie mit Blumenstücke zu größeren Ensembles.

In Reminiszenz an diese Schaffensphase malt Münter 1953 ein letztes großes Stillleben mit Blumen und religiösen Figuren in Öl. Es ist das "Stilleben mit Madonnenfigürchen", zu dem die vorliegende Gouache eine Vorarbeit ist. Zu sehen sind drei in rotem Gewand und blauem Mantel gekleidete Marien mit dem Jesuskind auf dem Arm, vor denen zwei kleine Blumensträuße in Gefäßen stehen. Mit diesem Thema hat sich die Malerin zuvor schon eingehend beschäftigt. So geht das Gemälde auf das "Stillleben mit dunklen Blättern" von 1914 zurück, zu dem es zwei schemenhafte Skizzen aus dem selben Jahr gibt. Eine erste Wiederholung fertigt Münter dann 1933 an. Sie hat den Titel "Drei Madonnen mit dunklen Blättern" und ist ein Geschenk an die Künstlerin Lena Gierl. In der erneuten Behandlung des Motivs zwanzig Jahre später verändert Münter schließlich die Anlage der Komposition: Sie spannt die Darstellung ins Hochformat und positioniert die Figuren in eine ausgewogene Anordnung, wobei sie zugunsten der Symmetrie die rechte Madonna mit einer hohen Krone versieht. Diese fehlt bei den früheren Arbeit wie auch in der gezeigten Gouache. Abgesehen von diesem Detail weist Letztere die für die Entstehungszeit der 1950er Jahre typischen, formelhaft umschreibenden Umrisslinien auf wie das Ölbild. (Vgl. Ausst.-Kat. Gabriele Münter, 19877-1962, - Retrospektive, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München/Schirn Kunsthalle Frankfurt 1992/93, Kat.-Nr. 244 mit Farbabb.)
Schätzpreis: € 20.000,00
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Archiv: Moderne Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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