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Art. Nr.: 25
Baumeister, Willi
1889 Stuttgart - 1955 Stuttgart
Scherzo
1950/51. Öl mit Kunstharz und Spachtelkitt auf Hartfaser. 54 x 65cm. Signiert und datiert unten links: Baumeister 51. Rückseitig nochmals signiert, datiert, betitelt und mit Maßangaben versehen: W Baumeister, 1950, Scherzo, 65 x 54cm. Modellrahmen.
Provenienz: Dr. Gonser, Stuttgart Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, Stuttgart Marlborough Fine Art Ltd, London Galerie Gunzenhauser, München Rheinische Unternehmersammlung
Ausstellungen: Wallraf-Richartz-Museum, Köln 1965, Kat. S. 18, Abb.-Nr. 45 Badischer Kunstverein, Karlsruhe 1965, Kat. S. 18, Abb.-Nr. 45 Akademie der Künste, Berlin 1965, Kat. S. 41, Nr. 48 Galerie Gunzenhauser, München 1986, Kat. S. 10, Nr. 14, Abb. S. 16
Literatur: Will Grohmann, Willi Baumeister - Leben und Werk, Köln, 1963, Wvz.-Nr. 763 (als "Scherzo linear"), Abb. S. 297 Aus den Beständen der Galerie, Kat. 5, Galerie Gunzenhauser, München, 1982, Abb. S. 97 Peter Beye und Felicitas Baumeister, Willi Baumeister - Werkkatalog der Gemälde, Bd. II, hrsg. v. Archiv Baumeister, Ostfildern 2002, Wvz.-Nr. 1095, Abb. S. 431
"Baumeisters Werk mit dem Paul Klees zu vergleichen, wäre gewiss lohnend. Dieselbe Hochkultur des Technischen, dieselbe Chance, aus der Malfähigkeit, aus der Kunst des Machens zur Invention hinüber zu springen. Die ähnliche, wie sich zeigte, 'doppelkünstlerische' Begabung. Ähnliche, wenn auch bei Klee schmalere Aneignung fremder Welten (...). Baumeisters Serien gingen oft neben anderen her, wurden wieder aufgenommen - sein Gesamtwerk hat in diesem Miteinader der Reihen etwas von Polyphonie. Bedenkt man das Wagnis von Baumeisters Formen, den einsamen bestätigungslosen Weg ohne Wegweiser, so werden die Serien vollends verständlich. Eine eigene Sprache finden ist nicht möglich, ohne die Modulationen sich frei ausspielen zu lassen und sie immer wieder durchzuprüfen.
So bekamen wohl die Bilder ihren vollen Klang, ohne, so wie sie sind, einander auszuschließen. Daher erklärt sich die sichtbare Signifikanz ihrer Gestik, auch ihre innere Stille. So sei, als Unbewiesenes, vorerst Unbeweisbares eine letzte Behauptung gewagt: in Baumeisters Gemälden ist, Troja und Agamemnon ungeachtet, eine im archaischen Ansatz verborgene, diesem Schwaben wohl angeborene Klassik" (Gert von der Osten, in: Ausst.-Kat. Willi Baumeister - Gemälde und Zeichnungen; Köln, 1965, S. 10)
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