Komposition mit Kopf im Linksprofil
1921. Lithographie auf Velin. 24 x 20,5cm (34,8 x 28/27cm). Signiert sowie im Stein monogrammiert und datiert. - Linke Blattkante unregelmäßig beschnitten. Kleiner Einriss (ca. 0,7cm) an der unteren rechten Ecke. Spur alter Montierung an der unteren Kante. Kleine Papierverluste an den oberen Ecken (ca. 04x07cm).
Wvz. Söhn, HDO 103-11. Eines von 100 Exemplaren. Diese dadaistische Lithographie ist das Blatt 11 der 3. Mappe "Neue Europäische Graphik", die das Bauhaus in Weimar 1921 herausgab. Sie enthält Graphiken von weiteren 13 Künstlern, etwa von Baumeister, Dexel, van Heemskerck und Marc. Alle Künstler überließen ihre Beiträge kostenlos, um damit das Institut finanziell zu unterstützen.
Von Anfang an unterhielt Schwitters sehr enge Beziehungen zu der von Walter Gropuis 1919 gegründeten Kunstschule. Mehrmals hielt er hier Lesungen und Vortragsabende. Zudem sollte sein "Merzbuch", an dem er 1926 arbeitete, in der prominenten Bauhaus-Buchserie erscheinen; doch wurde dieses Vorhaben nicht realisiert, da das Buch ein Fragment blieb. Schwitters stand auch mit vielen Lehrern der Schule wie Moholy-Nagy, Klee oder Schlemmer in freundschaftlichem Kontakt und künstlerischem Austausch. So wurden ihre Werke und Lehrmethoden von seiner "Merz-Theorie" teilweise inspiriert, womit Schwitters auch indirekten Einfluss auf die Bauhaus-Studenten ausübte.