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VAN HAM stellt gefälschte Expressionisten sicher
 

Van Ham Kunstauktionen, D-50968 Köln, Website öffnen

ACHTUNG: die Auktion fand bereits am 27.05.2008 statt!
Für etwaige Restverkaufsstücke wenden Sie sich bitte direkt an das Auktionshaus Van Ham!

Kaufobjekt

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
zeitgenössische Kunst (1945 - heute)

Art. Nr.: 677
Rainer, Arnulf
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1929 Baden bei Wien


Graubraune Übermalung (Giacometti)
1962/1973. Öl auf Bleistift. Auf Foto auf Holz. 83 x 62,5cm. Signiert und betitelt unten rechts: A. Rainer, Graubraune Übermalung. Rahmen.
Ausstellungen:
Galerie van de Loo, München (rückseitig Galerieaufkleber)
Galerie Michael Haas, Berlin (rückseitig Galerieaufkleber)

"Mit den 'Übermalungen' und 'Zumalungen' hat Arnulf Rainer seit etwa 1954 malerische Aussagen geschaffen, die diesen 'Selbstwiderspruch' als Substanz seiner Kunst konsequent ausbilden; sie füllen den Begriff mit sinnlicher Erfahrung. Die 'Übermalungen' und 'Zumalungen' stehen insgesamt vor Augen und lassen sich doch nicht insgesamt sehen - mit nur einer Einstellung des Blicks. Der zeitliche Prozess beim Malen, der den Bildern noch anzusehen ist, dringt nachdrücklich auch in die Erfahrungen des Sehens ein. Im visuellen Erfassen entfaltet sich eine 'Identität im Widerspruch', die nur in der eigenen Bewegung, in der zeitlichen Wandlung des Blicks und seiner Einstellungen aufzufassen ist. Man erkennt in einem solchen fast völlig 'zugemalten' Bild zum einen eine Fläche, eine Rechteckform mit den Koordinaten der Schwerkraft und der Horizontalen; eine ausgebreitete, dunkelfarbige Einheit. Und zum anderen spürt man aus der Unruhe der Oberfläche, aus lang gezogenen kurvigen Spuren, die aus ihr andeutungsweise hervortreten und in sie eintauchen, aus kürzeren und längeren unregelmäßigen Impulsen und Farbabweichungen und schließlich auch aus einer kleinen Stelle an einer Ecke, die noch als Rest des Bildgrundes erscheint, dass man diese weitgehend homogene Fläche auch auf andere Weise sehen kann: im Nachvollzug der Bewegung. Zeitlich zu entwickelnde Vorgänge durchdringen die Auffassung der simultanen bildlichen Einheit; Spuren von eher linearen Verläufen erzeugen eine andere Einstellung auf das Ganze.
Man sieht nun das Bild nicht als geschlossene Fläche, sondern als Schlieren, langgezogene Verläufe, aufeinander folgende Bewegungen, Rhythmen, Störungen, Ansätze, Überlagerungen, Querrichtungen, Verstärkungen. Man geht mit dem Auge näher heran, verfolgt Vorgänge, die sich andeuten und wieder entziehen, taucht in die Farbflüssigkeit ein, verliert die Vollzüge aus dem Blick und erfasst einen sich zusammenballenden und wieder sich auflösenden Gesamtkomplex. Die Art dieser Bewegungsvollzüge, die man erst andeutungsweise sieht und die man zunehmend eher spürt, weil sie sich immer wieder auflösen, diese Art der Flüssigkeit, Geschwindigkeit und der Sehverläufe teilt sich bei jedem Bild von Rainer anders mit und macht - in der Spannung zum Gesamten des Bildes - seine besondere Wirkung aus" (Erich Franz, in: Ausst.-Kat. Arnulf Rainer- Auslöschung und Inkarnation, hrsg.v. Reinhard Hoeps, Paderborn 2004, S. 15f.)
Schätzpreis: € 55.000,00
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Archiv: Zeitgen. Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle
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