|
Art. Nr.: 463
Clemente, Francesco
1952 Neapel
Autoritratto
1980. Mischtechnik auf Leinwand. 60 x 30cm. Datiert und signiert auf der Rückseite oben Mitte: 1980 Francesco Clemente.
Provenienz: Galerie Paul Maenz, Köln
Ausstellungen: Stedelijk Museum Amsterdam (Aufkleber ohne Jahr)
"Sie haben einmal gesagt: "Die Welt unserer Eindrücke besteht zweifelsohne aus Erinnerungen... Das Zentrum dieser Welt wird vom Selbst, vom Ich, repräsentiert". Sie sagten weiter, daß das I, das Ich, in der englischen Sprache dem eye, dem körperlichen Auge phonetisch gleiche, was für Sie als Maler von sehr großem Interesse sei". (Rainer Crone, in einem Interview mit FC, (An Interview with Francesco Clemente, Elisabeth Avedon Editions, 1987, Random House, New York, S. 7). "Die Kunst Clementes wurde bis zu einem gewissen Grad als "surrealistisch" bezeichnet, da sie den Betrachter mit einer zunächst verwirrenden, völlig eigenen Bildsprache konfrontiert. Jedoch bezieht sich seine Malerei neben den Motiven der alten Kunst in erster Linie auf Erlebnisse, Gespräche und Erfahrungen, die der Künstler in der aktiven Auseinandersetzung zum einen mit Kollegen und Freunden, zum anderen mit der westlichen Philosophie und der östlichen Spiritualität gesammelt hat. Kunst ist somit für Clemente kein System und nicht Kommunikation, sondern etwas unüberschaubar Kompliziertes und Geheimnisvolles, etwas historisch gewachsenes und Weltumspannendes, an der er selbst mit einer gewissen kindlichen Bewunderung teilhat und das ihm andererseits seine greisenhafte Abgeklärtheit verleiht (....)." (Lucius Griesebach in Francesco Clemente, Pastelle 1973-1983, Hrsg. Rainer Crone, Prestel-Verlag, München, 1984, S. 41).
|