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Art. Nr.: 544
Horn, Rebecca
1944 Michelstadt
Serafina's Lover. Multiple
1994. Schmetterling, Stahl mechanische Teile und elektrischer Motor, 25,5 x 12 x 11,5cm. 16/20. Vorne betitelt: "Serafina's Lover", hinten nummeriert, signiert und datiert: 16/29 Rebecca Horn 1994.
Das Objekt ist voll funktionstüchtig.
Provenienz: Galerie Franck+Schulte, Berlin Rheinische Privatsammlung
Ausstellungen: Künstlerhaus Schloss Plüschow 1995 Kunstverein Schloss Plön 1995
Die fragilen Apparate Rebecca Horns sind voller Poesie. Die Künstlerin spielt mit den Gegensätzen zwischen Technik und Lebewesen, Anmut und der stupiden Gleichförmigkeit maschineller Motorik. Die Maschinen aber sind wie alle Maschinen: zur Wiederholung ihrer eigenen Bewegungen bestimmt. Sie sind in der Endlosschleife des Immergleichen gefangen. Zu einem begrenzten Repertoire an Bewegungen und Einsichten verdammt, wiederholen sie ihre Plots, unfähig, die Grenzen ihrer Existenz zu durchbrechen. Dieser regelmäßige Rhythmus der Maschinen lässt sich sinnbildlich auf das menschliche Dasein übertragen. "Den Kern von Rebecca Horns Kunst bildet der regelmäßige Rhythmus, das Pulsieren des menschlichen Körpers als jenes konstante Pochen, das das Leben vom Tod unterscheidet. In ihren Skulpturen verleiht die Künstlerin diesem Körperrhythmus mit dem Vokabular der Maschine sichtbaren Ausdruck: das gilt für das gleichmäßige Auf und Ab der Schalen des Oysterpiano ebenso, "wie für das anhaltende Flattern eines mechanischen Schmetterlingsflügels. (...) Rebecca Horns anthropomorphe Maschinen sind Surrogate des begehrenden Körpers - sie flirten, putzen sich heraus, posieren oder beben, erzittern und seufzen und legen dabei (...) die verborgenen, amourösen Triebkräfte der menschlichen Psyche bloß." (Nancy Spector, in: Rebecca Horn, Ausst-Kat., Nationalgalerie Berlin Kunsthalle Wien, 1994, S.66f)
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