Öl auf Sperrholzplatte. (19)48 oder (19)49. Ca. 41 : 31,5 cm. Am rechten Rand mit dem eingeritzten Monogramm. Links unten (unter der Rahmung) signiert, datiert und mit Widmung an Dr. Terbrügge bezeichnet. Gerahmt.
Nicht bei Lipps-Kant.
Stillleben, besonders Blumenstillleben, spielen im späten Werk Kleinschmidts eine wichtige Rolle. In ihnen lässt sich der Prozess der Klärung und Konzentration ablesen, der das späte Werk des Künstlers besonders reizvoll macht. Die Komposition des Werks ist einfach: Auf einem bildparallel angeordneten Tisch steht eine schlichte Glasvase, aus der drei Rosenblüten -- eine davon noch als Knospe -- mit ihrem satten Laub herausragen, eine weitere Rose liegt in ihrer ganzen Pracht ausgebreitet am unteren Bildrand. In ihrem warmen Gelb-Orange bilden die Blüten einen klaren Komplementärkontrast zum blauen, durch kräftige Pinselstriche strukturierten Hintergrund. Wie in fast allen Ölbildern Kleinschmidts verleiht auch hier das allgegenwärtige Weiß den Farben zusätzliche Frische und Leuchtkraft.
Einen reizvollen Akzent setzt der kleine, diagonal gestellte Spiegel am linken Bildrand, in dem die Reflektionen von zwei Blütenköpfen erkennbar sind; er erschließt den Raum jenseits der Bildfläche.
Mit minimaler Craquelébildung, sonst sehr gut erhalten.
Provenienz: Privatbesitz, Süddeutschland.