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Vorbericht 04.06.2008
 

Ketterer Kunst GmbH & Co KG, D-81675 München, Website öffnen

ACHTUNG - die Auktion fand bereits am 04./05.06.2008 statt! Etwaige Nachverkaufsstücke erfragen Sie bitte direkt beim Auktionshaus Ketterer.

Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion:
04. 06. 2008 - 04. 08. 2008

Klassifizierung (Anbieter übergreifend):
Grafik
Moderne Kunst ca. 1890 - 1945
Portrait, Bildnisse

Art. Nr.: 156
Henri Matisse, 1869 Le Cateau/Nordfrankreich - 1954 Cimiez bei Nizza
Espagnole à la mantille. 1922/25.

Farbige Aquatintaradierung von Jacques Villon nach einem Gemälde von Henri Matisse.
Duthuit-Matisse II. Ginestet/Pouillon E 645. Signiert und nummeriert. In der Platte bezeichnet "gravé par Jaques Villon 1925" und mit der Verlegeradresse. Exemplar 184/200. Auf Velin von Arches (mit angeschnittenem Wasserzeichen). 39,5 : 27,7 cm (15,5 : 10,9 in). Papier: 63 x 44,5 cm (24,8 x 17,5 in). Unser Frauenporträt ist ein typisches Beispiel für die Porträtmalerei Henri Matisses, die ihre Spannung aus dem Kontrast von ruhiger Pose und intensiver, fauvistisch geprägter Farbigkeit bezieht. Die technische Brillanz, mit der Jacques Villon das Gemälde Matisses in Aquatinta umsetzt und ihm so die Möglichkeit einer weiteren Verbreitung eröffnet, ist in ihrer Perfektion der Umsetzung bewundernswert. [KD]

Nach dem Gemälde "L'Espagnole", das Matisse 1922 in Nizza malte. Gedruckt von la Chalcographie du Louvre, Paris. Herausgegeben von Bernheim-Jeune, Paris
Guter Gesamteindruck. Minimal geblichen. Kaum merklich gebräunt und lichtrandig. Oberkante mit kleinem Einriss, geschlossen. Recher und unterer Rand mit einzelnen, unbedeutenden Griffknicken und kleiner Stauchspur. Mehrere minimale, horizontale Knickspuren, geglättet.
Henri Matisse, einer der großen Erneuerer der europäischen Malerei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, kommt am 31. Dezember 1869 in Le Cateau zur Welt. Nachdem er sein Jurastudium abgeschlossen hat, beschließt Matisse 1891 nach Paris zu gehen, um sich der Malerei zu widmen. Dort nimmt er zunächst an Abendkursen der Pariser Ecole des Arts Décoratifs teil und besucht häufig den Louvre, um dort vor Gemälden zu kopieren. In ihren zunehmend vereinfachten, zusammenfassenden Formen und vor allem in ihrer von der Auseinandersetzung mit der neoimpressionistischen Farbauffassung inspirierten leuchtenden Farbigkeit entwickeln sich die Arbeiten schon bald in eine Richtung, die aufgrund ihrer ungestümen Farbgebung im Pariser Herbstsalon 1905 mit dem Schimpfwort 'Fauves' (die Wilden) betitelt wird. Matisse wird zur zentralen Figur eines Kreises junger Künstler, zu dem u.a. auch Derain, Manguin und Rouault zählen. Für Henri Matisse wird die Farbe zum reinen Gestaltungsmittel eines autonomen Bildraumes, gegenständliche Motive sind ihrer stofflichen Funktion enthoben, so dass flächig-dekorative, arabeskenhafte Elemente dominieren. 1908 gründet Matisse eine eigene Schule, die besonders auf deutsche Maler wie Purrmann oder Levy starken Einfluss ausübt. Die 1912 während einer Reise nach Marokko gesammelten Eindrücke finden künstlerisch ihren Ausdruck in der in den 1920er Jahren entstehenden Reihe der Odalisken. Gleichzeitig erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem Kubismus. 1913 nimmt Matisse an der "Armory Show" in New York teil, 1918 stellt er zusammen mit Picasso in einer Pariser Galerie aus. Ab 1917 lebt Matisse vorwiegend in Nizza. Ab 1944 entwickelt er die sogenannten "gouaches découpées", ein Prinzip der Collage, bei dem die einzelnen Formen aus mit Gouache bemalten Papieren ausgeschnitten werden. Höhepunkt seines Schaffens ist schließlich die Ausmalung der Klosterkapelle Notre-Dame du Rosaire in Vence bei Nizza, für die er auch die Glasfenstermotive entwirft (1949-51). Am 3. November 1954 stirbt Henri Matisse in Nizza.
Schätzpreis: € 22.000,00
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HIGHLIGHTS
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Henri Mat...