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Auktionsobjekt
Auktionsdatum: Nachauktion: 30. 05. 2008 - 30. 07. 2008
Klassifizierung (Anbieter übergreifend): Malerei
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Art. Nr.: 6389
Harpignies, Henri Joseph
Herbstlicher Wald mit Lichtung
Herbstlicher Wald mit Lichtung. Öl auf Leinwand. 29 x 42,5 cm. Unten links signiert und datiert "HJ Harpignies (18)48". Der Maler, Radierer und Lithograph Harpignies stammte aus einer wohlhabenden Familie der französischen Bourgeoisie. Neben seinen Talenten in der bildenden Kunst war er auch ein hervorragender Cellist, der mit Vorliebe Haydn und Beethoven spielte. Auf einer zweimonatigen Reise im Jahre 1838 machte Dr. Lachèze, ein Freund der Familie, ihn mit dem etwa zehn Jahre älteren Landschaftsmaler und Radierer Jean-Alexis Achard bekannt. Achard war mit Corot befreundet und ist als ein äußerst wichtiger Vertreter der Schule von Barbizon anzusehen. Harpignies wurde Archards Schüler in Paris 1846. Nach der Revolution 1848 folgte er seinem Meister nach Brüssel. Während eines gemeinsamen Aufenthalts in Crémieu im Jahre 1847 entwickelte Harpignies, inspiriert durch die beeindruckende und kontrastreiche Natur der Rhones-Alpes, seine ganz eigenwillige Landschaftsmalerei, die sich auch in unserem, einem Jahr später entstandenen Gemälde wiederfindet: Sie zeigt einen kleinen Ausschnitt eines herbstlich stürmischen Waldstücks, der sich sehr auf die Stimmung und weniger auf die detaillierte Abbildung der Natur konzentriert. Diese verinnerlichte Darstellungsweise ist charakteristisch für die Schule von Barbizon, und darin liegt ihre ungemeine Bedeutung für den französischen Impressionismus. Dass Harpignies zu den Wegbereitern der neuen französischen Malerei gehörte, spürten schon seine Zeitgenossen: Ab 1861 stellte er regelmäßig im Salon aus und feierte seine ersten Erfolge.
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30.05.08 - Gemälde Neuerer Meister (6336 - 6455)
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