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Art. Nr.: 6518
Flämisch, 1. Hälfte 17. Jh.
Zwei Studien zur Stigmatisation des hl. Franziskus
1. Hälfte 17. Jh. Zwei Studien zur Stigmatisation des hl. Franziskus. Stift und Feder in Braun, über schwarzer Kreide, Rötel, braun und blau laviert, weiß gehöht. 18,3 x 30,2 cm. Als Vorbild für die vorliegende Studie im rechten Bildrand diente Rubens' Gemälde von 1616, das er für die Kapuzinerkirche in Köln anfertigte und sich heute im Wallraf-Richartz-Museum befindet. In der leicht rückgebeugten, knienden Haltung wiederholt der Zeichner unseres Blattes sehr genau die Franziskusfigur des flämischen Meisters. Auch die begleitende Mönchsfigur, die ihre Hand aufgrund der Blendung zur Stirn führt, beschreibt bereits Rubens in seiner Darstellung. Dennoch handelt es sich bei unserem Blatt nicht um eine bloße Kopie. Der Zeichner kannte diese Details und fügte sie zu einer leicht abgewandelten Komposition zusammen. Die Anwendung von verschiedenen Techniken war signifikant für Anthony van Dyck, dem die Louvre Zeichnung nach dem Kölner Rubens Gemälde zugeschrieben wird. Die Studie im linken Bildrand unserer Zeichnung erinnert in ihrem ekstatischen Ausdruck an Rubens' Franziskusfigur in St. Gummarus, Lier. Es wäre somit durchaus denkbar, dass der Zeichner unserer Studie zum engen Kreis der Werkstatt von Rubens gehörte. Verso mit einer unbekannten Sammlerparaphe.
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